Chile : Vulkan verstärkt Aktivität

Schon vor Tagen begann die Evakuierung, nun spuckt der chilenische Vulkan Chaitén Asche und Lava. Die letzten Menschen wurden gerade noch in Sicherheit gebracht.

Chile
Der chilenische Vulkan Chaitén. -Foto: dpa

Puerto MonttNach dem Ausbruch des Vulkans Chaitén in Südchile am vergangenen Freitag hat sich seine Aktivität am Dienstag verstärkt. Aus dem Krater wurden große Mengen Asche und Lava in die Luft geschleudert. Die nationale Katastrophenschutzbehörde rief die höchste Alarmstufe aus und ordnete die sofortige komplette Evakuierung der Stadt Chaitén an, die am Fuße des rund tausend Meter hohen Vulkans liegt. Die letzten etwa 200 Menschen in der nahe gelegenen gleichnamigen Stadt sind auf Schiffen der Marine über See geflüchtet. Andere Bewohner der Region etwa 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt werden über die Anden Richtung Argentinien in Sicherheit gebracht.
  
"Aus Sicherheitsgründen wurde sofort die komplette Evakuierung der Stadt angeordnet", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Demnach wurden 384 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter Einwohner, Rettungskräfte und Journalisten. Sie waren nach dem Ausbruch des lange Jahre stillen Vulkans am vergangenen Freitag in der Region geblieben. Schon seit Freitag, als der seit mehr als 400 Jahren inaktive Vulkan Rauch und Asche in die Atmosphäre blies, waren 8000 der insgesamt 12.000 Menschen in der Region in Sicherheit gebracht worden. Auch Katastrophenhelfer und Journalisten verließen Chaitén, das normalerweise etwa 4000 Einwohner hat.

Die Gegend ist bereits mit einer dicken, teilweise bis zu 30 Zentimeter dicken Ascheschicht überzogen. Durch Regen ist die Schicht stellenweise zu einer steinharten Kruste erstarrt. Das berichtete der Bürgermeister des 60 Kilometer südlich des Vulkans gelegenen Ortes Futaleufú, Arturo Carvallo. Bachelet hatte die betroffene Region am Sonntag und Montag besucht und den Betroffenen schnelle Hilfe zugesagt. Die Bewohner der landwirtschaftlich geprägten Gegend hatten vor allem um Hilfe bei der Rettung des Viehs gebeten. (mpr/AFP/dpa)

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