China : 103 Kumpel in Bergwerk verschüttet

Bei einem schweren Grubenunglück in Südchina sind 103 Bergarbeiter verschüttet worden. Ein Wassereinbruch hat das Kohlebergwerk nahe der Stadt Xingning in der Provinz Guangdong überschwemmt und die Kumpel unter Tage eingeschlossen.

Peking (07.08.2005, 18:15 Uhr) - Über das Schicksal der Bergleute wurde nichts bekannt. Die staatlichen Medien berichteten nur mit wenigen Sätzen über den Wassereinbruch, der eine verheerende Serie von Unglücken im chinesischen Bergbau fortsetzt. In China kommen mehr Kumpel ums Leben als irgendwo sonst in der Welt. Im vergangenen Jahr sind nach offiziellen Angaben 6027 Menschen allein in Kohlegruben ums Leben gekommen.

Die Zahl getöteter Kumpel - gemessen an der Fördermenge - ist in China 100 Mal größer als in den USA und 30 Mal höher als in Südafrika. Eklatante Sicherheitsmängel, rückständige Ausrüstung, Ignoranz, mangelnde behördliche Aufsicht und der hohe Förderdruck wegen des Energiemangels durch Chinas starkes Wirtschaftswachstum werden als Hauptursachen für viele Grubenunglücke genannt. (tso)

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