China : Mehr als 600 Kinder sind an einer Bleivergiftung erkrankt

Die Kinder leben im Nordwesten Chinas in der Nähe einer Blei- und Zink-Schmelzerei. Die Fabrik wurde inzwischen geschlossen. In der Regionen wohnen knapp 600 Familien

Im Blut der Kinder aus der Provinz Shaanxi stellten die Ärzte erhöhte Bleikonzentrationen, fest. Sie litten an Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verlangsamten Reaktionen.

166 der erkrankten Kinder müssen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Provinzregierung will die Kosten für nötige medizinische Behandlungen übernehmen, hieß es.

Die 2006 eröffnete Blei- und Zink-Schmelzerei Dongling wird für die Vergiftungen verantwortlich gemacht. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde die Fabrik Anfang August geschlossen.

Die fast 600 Familien, die im nahen Umkreis der Schmelzerei leben, sollen innerhalb von zwei Jahren umgesiedelt werden.

In vielen armen Regionen Chinas sind in den vergangenen Jahren umweltverschmutzende Industrien angesiedelt worden. Der lasche Umgang mit Umweltbestimmungen und Sicherheitsvorschriften sorgt für zunehmende Protesten in der Bevölkerung.

Bleivergiftungen können Anämie, Muskelschwäche und Hirnschäden zur Folge haben.


 

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, sh

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