China : Mehr als hundert Tote durch "Saomai"

Beim verheerendsten Wirbelsturm seit einem halben Jahrhundert sind in China mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Der wirtschaftliche Schaden wird auf umgerechnet 1,1 Milliarden Dollar geschätzt.

Peking - Weitere 190 Menschen wurden nach dem Taifun "Saomai" in der östlichen Provinz Zhejiang und der südlichen angrenzenden Provinz Fujian noch vermisst, wie die staatliche Katastrophenschutzzentrale mitteilte. Die Behörde berichtete von mindestens 104 Todesopfern. Es handele sich "um den heftigsten Taifun, der China seit 1956 getroffen hat", erklärte das chinesische Wetteramt.

Allein in der Großstadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang starben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua 81 Menschen; weitere elf Menschen wurden dort vermisst. Rund 210.000 Einwohner hatten kein Trinkwasser mehr. In der Provinz Fujian starben nach Angaben der Behörden mindestens 17 Menschen. Weitere 138 Menschen würden vermisst.

Die staatliche Katastrophenschutzzentrale schlüsselte ihre Bilanz nicht nach Provinzen auf. Sie bezifferte die Zahl der Menschen, die vor dem Taifun in Sicherheit gebracht werden mussten, mit 1,6 Millionen. Der wirtschaftliche Schaden durch den Sturm sei enorm. Er werde sich wahrscheinlich auf umgerechnet 1,1 Milliarden Dollar belaufen.

Der Wirbelsturm war am Vortag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern auf das Festland getroffen. In der Nacht zum Freitag stufte ihn das Wetteramt zu einem tropischen Sturm herunter; die Windgeschwindigkeit sank auf rund siebzig Stundenkilometer. "Saomai", das vietnamesische Wort für "Planet Venus", bewegte sich in westlicher Richtung auf das Landesinnere zu. Er war der siebte Taifun, der China seit Jahresbeginn traf. (tso/AFP)

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