China : Melamin in Eiern entdeckt

In Hongkong sind am Wochenende melaminverseuchte Eier entdeckt worden. Zuständige Behörden veranlassten sofort einen Produktionsstopp. Zuletzt stand die chinesische Nahrungsmittelindustrie wegen chemisch verseuchter Milchprodukte in der Kritik.

Nach Bekanntwerden des Skandals um mit Melamin verseuchtes Milchpulver ist die Industriechemikalie auch in Eiern aus China entdeckt worden. Dies gaben die Behörde für Lebensmittelsicherheit in Hongkong am Wochenende bekannt. Demnach könnte das Melamin über das Futter der Hühner in die Eier gelangt sein. "Wir haben Briefe an die Händler geschickt und sie gebeten, den Verkauf der Produkte zu stoppen", teilte die Behörde mit. Es handelte sich um den ersten Fund von Melamin in Eiern in Hongkong.

Zuletzt stand die chinesische Nahrungsmittelindustrie wegen chemisch verseuchter Milchprodukte in der Kritik. Insgesamt waren mehr als 53.000 Kinder in China durch mit der Industriechemikalie Melamin verseuchtes Milchpulver an Nierensteinen und anderen Nierenproblemen erkrankt. Vier Babys starben. Zunächst war die Chemikalie in Babymilchpulver entdeckt worden, später aber auch in Frischmilch, Joghurt, Süßigkeiten und anderen Produkten mit Milch. In der Volksrepublik waren Milch und Milchprodukte offenbar flächendeckend mit der gefährlichen Industriechemikalie Melamin versetzt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. (nal/AFP)

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