Cholera-Epidemie : Behörden in Simbabwe warnen vor Hände schütteln

Die Seuche Cholera breitet sich in Simbabwe rapide aus. Bereits vergangene Woche wurde der nationale Notstand ausgerufen. Nun hat die Regierung Vorsichtsmaßnahmen empfohlen wie das Händeschütteln auf Hochzeiten und Beerdigungen zu vermeiden.

Simbabwe
Eine junge Frau in Südafrika wird gegen die Cholera behandelt -Foto: dpa

HarareWegen der Ausbreitung der Cholera in Simbabwe haben die Behörden des südafrikanischen Landes die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht bei Feierlichkeiten ermahnt. "Die Menschen sollten bei Hochzeiten, Beerdigungen und anderen gesellschaftlichen Zusammenkünften aufpassen, weil sich Cholera dort rasch ausbreiten kann", sagte Gesundheitsminister David Parirenyatwa der Zeitung "The Herald" vom Montag zufolge. "Wir sollten es vermeiden, Hände zu schütteln und auf hohe Hygienestandards achten." Der Minister äußerte sich, als er eine Spende in Höhe von umgerechnet 130.000 Euro von der namibischen Regierung entgegennahm. Das Geld soll laut "Herald" zum Kampf gegen Cholera verwendet werden, aber auch für Malaria-Kranke.

Namibia hat als erstes Land der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) auf den Hilferuf Simbabwes reagiert. Eine südafrikanische Delegation sollte am Montag nach Simbabwe reisen, um Hilfsmöglichkeiten zu prüfen. Die Regierung in Harare hatte vergangene Woche wegen der Cholera-Epidemie den nationalen Notstand ausgerufen und einen internationalen Hilfsaufruf gestartet. Die Krankheit hat sich auch auf die Nachbarstaaten Südafrika, Botsuana und Mosambik ausgebreitet, trifft aber das heruntergewirtschaftete Simbabwe besonders hart. (saw/AFP)

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