Welt : Christiaan Barnard: Frau hätte den Herzchirurg retten können

Der Pionier der Herztransplantation, Christiaan Barnard, ist an einem Asthma-Anfall gestorben und nicht wie von einem Arzt zunächst angegeben an einem Herzinfarkt. Das berichtete der persönliche Manager Barnards, Walter Lutschinger, am Dienstag unter Berufung auf die obduzierenden Ärzte auf Zypern. Er war nach dem Tod Barnards nach Zypern geflogen. Dort war der südafrikanische Herzchirurg am Sonntag im Alter von 78 Jahren am Pool seines Urlaubshotels gestorben. Ein herbeigerufener Kardiologe hatte laut Lutschinger als Todesursache einen Herzinfarkt genannt.

Barnard sei vermutlich nicht rechtzeitig an sein Asthma-Spray gekommen, sagte Lutschinger. Wenn man ihm fünf Minuten früher geholfen hätte, wäre er nicht gestorben. Eine Frau in seiner Nähe habe zwar gemerkt, dass er röchelte und nach Luft rang. Sie habe die Situation aber unterschätzt und erst um Hilfe geschrien, als sich Barnard nicht mehr bewegte. Ein Kellner habe daraufhin den Kardiologen geholt. Die Familie Barnards hatte laut Lutschinger die Todeursache Herzinfarkt bezweifelt, da Barnard ganz nach seinen Regeln zur Herzgesundheit gelebt habe. "Dazu zählen Sport, täglich ein bis zwei Gläser Rotwein, Olivenöl zum Essen und gesunder Sex", erläuterte Lübbo Roewer von der Deutschlandvertretung der Christiaan Barnard Foundation in Berlin. Das Herz sei laut obduzierender Ärzte so gesund gewesen, "wie bei einem Baby", sagte Lutschinger. Wenn Barnard nicht so alt gewesen wäre, hätte es als Spenderorgan dienen können.

Die offizielle Trauerfeier ist laut Lutschinger für Dienstag oder Mittwoch kommender Woche in Kapstadt vorgesehen.

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