Welt : Christoph Daum: Weiter kämpferisch

Christoph Daum scheint trotz eines positiven Drogentests und staatsanwaltlicher Ermittlungen weiter der Überzeugung zu sein, dass er sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Er werde sich "zu gegebener Zeit, wenn meine Anwälte alles zusammen haben", gegenüber der Öffentlichkeit äußern, "dann werden wir auch zu der unrichtigen Haar-Analyse Stellung beziehen", sagte er in einem Gespräch mit einem "Bild"-Reporter.

Daum äußerte sich überraschenderweise auch versöhnlich über Bayer Leverkusen und Manager Reiner Calmund, gegen die er vor kurzem noch durch Anwälte zum Teil schwere Vorwürfe erhoben hatte. "Ich hoffe", sagte Daum nun, "die Freundschaft bleibt aufrechterhalten". Er habe sich zwar "das eine oder andere Zugeständnis" erwartet, "doch mit etwas mehr Abstand zu den Dingen habe ich ein wenig mehr Verständnis."

Zu seinem mutmaßlichen Drogenkonsum wollte Daum, der sich in Florida angeblich einer weiteren Haar-Analyse unterzogen hat, keine Stellung beziehen. "Zu so einem Mist sage ich gar nichts." Dennoch scheint er weiter fest daran zu glauben, dass er noch den Nachweis seiner Unschuld erbringen werde, allein schon seiner beiden Kinder zuliebe. Daum betonte: "Ihnen bin ich schuldig, dass die Sache geklärt wird. Darum kämpfe ich. Ich telefoniere jeden Tag mit meinen beiden Kindern und ich schreibe ihnen auch."

Unterdessen berichtet die "Süddeutsche Zeitung", dass bei den Ermittlungen gegen einen Ring mutmaßlicher Drogenhändler, mit denen Daum in Kontakt gestanden haben soll, auch ein so genannter V-Mann, ein Verbindungsmann der Polizei, zum Einsatz kam. Die seit dem 17. Oktober gegen Daum ermittelnde Staatsanwaltschaft in Koblenz wollte dazu keine konkreten Angaben machen.

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