Chronologie : Die akribische Suche der Fahnder

23. März:

Von einer Brücke über die Autobahn 29 wird ein sechs Kilo schwerer Holzklotz auf ein Auto geworfen. Der Brocken durchschlägt die Windschutzscheibe und tötet auf dem Beifahrersitz eine 33 Jahre alte Mutter vor den Augen ihrer beiden Kinder und ihres Ehemannes. Die Familie aus Telgte bei Münster war auf dem Heimweg vom Osterurlaub. Es wird eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

25. März: Die Staatsanwaltschaft erhöht die Belohnung auf 6000 Euro. Die Fahnder von Polizei und Justiz überprüfen eine Reihe von Hinweisen und sprechen von einem „Riesen-Mosaik aus einzelnen Puzzleteilen“.

26. März: Nach der tödlichen Attacke prüft die Polizei rund 400 Personalien. Befragt werden vor allem Besucher nahe gelegener Osterfeuer.

27. März: Die 33 Jahre alte Mutter wird im Kreis von Angehörigen und Freunden in Telgte beigesetzt.

1. April: Nach Zeugenangaben veröffentlicht die 23-köpfige Sonderkommission ein Phantombild. Gesucht wird eine vier- bis fünfköpfige Gruppe junger Leute im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.

2. April: Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ erhalten die Ermittler viele neue Hinweise.

11. April: Die Generalstaatsanwaltschaft kritisiert die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei scharf. Sie sei zum Teil schädlich für einen Ermittlungserfolg.

21. Mai: Polizei und Staatsanwaltschaft geben bekannt, dass sie einen Tatverdächtigen ermittelt haben. (Tsp/dpa)

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