Chronologie : Etappen im Fall Kachelmann

20. März: Der damals 51-Jährige wird am Frankfurter Flughafen festgenommen, nachdem er von einem ARD-Einsatz bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver zurückkehrte. Er steht nach Ermittlungen der Polizei Heidelberg im Verdacht, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.

22. März: Die Staatsanwaltschaft Mannheim erlässt gegen den Moderator Haftbefehl wegen des Verdachts auf Vergewaltigung. Er kommt in Untersuchungshaft. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.

24. März: Kachelmann zieht seinen Haftprüfungsantrag laut Staatsanwaltschaft zurück. Der Moderator wolle zunächst weitere Beweisanträge formulieren und dann einen neuen Haftprüfungstermin beantragen, hieß es.

19. Mai: Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage gegen Kachelmann. Sie wirft ihm besonders schwere Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor.

6. Juni: Im Fall Kachelmann gibt es offenbar Zweifel an der Belastbarkeit der Aussage des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers. Laut einem „Spiegel“-Bericht geht aus einem Glaubhaftigkeitsgutachten hervor, dass den Schilderungen der Ex-Freundin, wonach der TV-Wettermoderator sie in der Nacht zum 9. Februar vergewaltigt haben soll, die Zuverlässigkeit fehlen. Damit sei allerdings noch keine Falschaussage erwiesen, heißt es.

29. Juni: Die Verteidigung des Meteorologen will vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe die Freilassung ihres Mandanten erreichen. Sein Anwalt Reinhard Birkenstock legt Beschwerde gegen die Fortdauer der Untersuchungshaft ein.

1. Juli: Kachelmann bleibt in Haft. Das Landgericht Mannheim lehnt einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls und Freilassung des Wettermoderators ab. Kachelmann sei dringend verdächtig, sich der „besonders schweren Vergewaltigung“ und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht zu haben, heißt es. Die Kammer begründet die Entscheidung unter anderem damit, dass die Aussage des mutmaßlichen Opfers zur Tat sowie zum Geschehen vor und nach der Tat nach Aktenlage glaubhaft sei.

7. Juli: Der Wettermoderator soll auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe weiter in Untersuchungshaft bleiben. Es wird beantragt, die Haftbeschwerde des Schweizers als unbegründet zu verwerfen, da die Gründe für die Inhaftierung nicht entkräftet werden konnten. Die Akten seien dem zuständigen Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe vorgelegt worden.

9. Juli: Die zuständige 5. Strafkammer des Landgerichts Mannheim teilt mit, dass der Prozess gegen Kachelmann am 6. September beginnt.

29. Juli: Kachelmann wird aus der Untersuchungshaft freigelassen. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe gibt seiner Haftbeschwerde statt. (Tsp)

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