Welt : Clintons Memoiren: Zehn-Millionen-Dollar-Bill

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Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bekommt für seine Memoiren eine Vorauszahlung von mehr als zehn Millionen Dollar. Dies gab der Verlag Alfred A. Knopf am Montagabend in New York bekannt. Knopf ist Teil der Verlagsgruppe Random House, die zur deutschen Bertelsmann AG gehört. Nach Informationen der "Washington Post" ist die vereinbarte Vorauszahlung an Clinton das höchste Honorar für einen Sachbuchautor in der amerikanischen Verlagsgeschichte. Trotz des exorbitanten Preises rechnet man bei Random House damit, dass das Buch das Honorar wieder einspielen werde. "Da es sich um die weltweiten Vermarktungsrechte handelt, sehe ich da gute Chancen", sagte ein Sprecher der Verlagsgruppe in München auf Anfrage. Mit dem Betrag für sein 2003 erscheinendes Buch übertrifft Clinton nicht nur seine Frau Hillary, sondern sogar den Papst, der bisher der Spitzenverdiener unter den Memoirenschreibern war. Der Vertrag zwischen dem Ex-Präsidenten und Alfred A. Knopf wurde bereits am Freitag geschlossen, heißt es in einer Erklärung von Knopf-Präsident Sonny Mehta. "Er hat ein außergewöhnliches Leben geführt und hat viel zu erzählen. Seine Memoiren gehören zu den begehrtesten Büchern der Gegenwart. Er wird darin sein Leben mit besonderem Augenmerk auf die Jahre im Weißen Haus gründlich und offen reflektieren".

Knopf hat auch die Rechte für die Audio- und elektronischen Versionen. Clinton selbst behält die Rechte für eventuelle Film- und Bühnenproduktionen, die sich aus seinen Memoiren ergeben sollten. Seine Frau Hillary hat für ihre Lebenserinnerungen vom Verlag Simon Schuster 8 Millionen Dollar zugesichert bekommen.

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