• Clip mehr als 1,7 Millionen Mal abgerufen: Junge wehrt sich auf Facebook gegen Mobbing

Clip mehr als 1,7 Millionen Mal abgerufen : Junge wehrt sich auf Facebook gegen Mobbing

Ein Schüler hat mit einem einfach gemachten Video in schwarz-weiß bei Facebook auf Mobbing aufmerksam gemacht. Der Clip wurde mehr als 1,7 Millionen Mal abgerufen, Tendenz steigend.

Der Schüler Benjamin Drews mit seiner Videobotschaft auf Facebook
Der Schüler Benjamin Drews mit seiner Videobotschaft auf Facebook. "Seid ihr auch gegen Mobbing? Dann teilt dieses Video!",...Foto: Screenshot Facebook

Die Zahl der Personen, denen das gefällt, steigt kontinuierlich: Mehr als 23 000 User auf Facebook haben das Video eines Jungen "geliket", in welchem dieser das Thema "Mobbing" thematisiert. Das Anti-Mobbing-Video wurde Mittwochnachmittag bereits über 62.000 Mal geteilt.

Über 1,7 Millionen Mal ist der Clip bisher aufgerufen worden.„Ich bin nicht dünn, Ich bin nicht der Schönste, ich bin nicht der Tollste, ich bin nicht der Beste, ich bin nicht immer gut drauf. Ich bin kein Traumtyp, ich bin kein besonderer Mensch, ich hab nicht die allerbeste Stimme", schreibt Benjamin Drews in seinem Profil.

In seinem letzten Facebook-Eintrag freut sich der Schüler über die Aufmerksamkeit, die er mit seinem Video erreichen konnte.
In seinem letzten Facebook-Eintrag freut sich der Schüler über die Aufmerksamkeit, die er mit seinem Video erreichen konnte.Foto: Screenshot Facebook

In dem Video hält der Junge aus Osnabrück Zettel in die Kamera, auf denen er zu Toleranz und Respekt aufruft. Niemand sei weniger wert, weil er eine andere Hautfarbe oder eine andere Religion habe, niemand sei weniger wert, weil er oder sie schwul oder lesbisch sei. Weiter werden die Folgen von Mobbing thematisiert: Opfer würden über Selbstmord nachdenken und sich selbst verletzen. Die Musik zu dem Video ist seicht und anrührend. „Nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, schreibt Benjamin. Auf Youtube gibt es mittlerweile ein Video mit einem Interview mit dem Jungen.

Die Machart von dem Video des Jungen erinnert an den Fall um die Schülerin Amanda Todd aus Kanada, die mit handbeschriebenen Zetteln ihre Geschichte von Cybermobbing erzählte. Sie hatte sich einen Monat später das Leben genommen. Dies hat Benjamin Drews nicht vor; er beanstandet die Verhältnisse und möchte etwas bewegen. Zunächst freut er sich über so viel Aufmerksamkeit. (rok)

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