Welt : Computerviren: "Milzbrand-Wurm" kriecht durch das Internet

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Die Trittbrettfahrer der weltweiten Milzbrand-Ängste machen inzwischen auch das Internet unsicher. Ein E-Mail-Wurm mit dem falsch geschriebenen Betreff "Antrax-Info" (richtig: Anthrax) wurde jetzt von Anti-Virenexperten im Internet gesichtet. Allerdings ist der mit einem Baukasten-Programm gebastelte Computervirus nach Ansicht der Experten als ungefährlich einzustufen. Zum einen erkennen aktuelle Virenscanner den Computerschädling durch die vom "Anna-Kournikova-Virus" bekannte Signatur. Zum anderen hat der bislang unbekannte Hacker bei der Erstellung der Verbreitungsroutine derart schlampig gearbeitet, dass er auch auf Rechnern ohne Virenscanner keinen großen Schaden anrichten kann. Gegen eine große Verbreitung spricht zudem, dass die E-Mail, die den Virus enthält, in Spanisch geschrieben wurde. Gleichwohl warnen die Experten vor weiteren Viren im Zusammenhang mit Begriffen wie Terror oder Biowaffen. Anders sähe das Bedrohungspotenzial nämlich bei einer englischen Virus-Mail aus. Immerhin versprach der Virenschreiber von "Antrax-Info", mit seiner Mail ein Foto zu senden, auf dem die Folgen des Milzbrand-Erreger zu sehen sind. Das bewusste Ausnutzen von Neugier könnte somit auch im Internet schlimmere Folgen haben als bei diesem "Antrax"-Wurm. Der zuletzt in Umlauf gebrachte Virus "Nimda" hatte nach seiner Aktivierung die Sicherheitseinrichtungen des Computers außer Kraft gesetzt. Wer sich unbesorgt im Internet bewegen will, kommt ohne zuverlässigen Virenschutz nicht aus.

Weitere Informationen unter:

www.bsi.de

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