Welt : Computervirus legt weltweit Windows-Rechner lahm

Kurt Sagatz

Berlin - Ein neues Computervirus, das bereits in den USA die Nachrichtenzentrale des Fernsehsenders CNN lahm gelegt hat und auch die Arbeit in den Redaktionen der „New York Times“, des TV-Senders ABC und der Agentur AP beeinträchtigt, gefährdet nun auch die Computernetze in Deutschland. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn gab über seine Internetseite eine Warnung vor dem Computerwurm mit dem Namen Zotob heraus.

Der neue Wurm, der sich nach Angaben des BSI schnell und vor allem vom Nutzer unbemerkt verbreitet und als hoch riskant angesehen wird, richtet sich gegen Computer mit dem Betriebssystem Windows 2000. Diese Variante wird vor allem in Firmen eingesetzt, Privatrechner laufen zumeist mit Windows 98, Windows ME oder Windows XP.

Die Lücke, die sich Zotob für seine Angriffe zu Nutze macht, ist bekannt. Microsoft hat dazu am 9. August eine Warnung herausgegeben und zudem die nötigen Sicherheitsupdates zum Stopfen der so genannten „Plug and Play“-Schwachstelle veröffentlicht. Problematisch an Zotob ist, dass befallene Rechner nicht im laufenden Betrieb gesäubert werden können. Zu den Merkmalen von Zotob gehört zudem, dass er den Datenaustausch in den infizierten Netzwerken behindert. Die Daten selbst werden hingegen nicht beschädigt.

Da der Wurm nicht nur über Windows 2000 verbreitet wird, empfiehlt Microsoft, dass auch die Nutzer anderer Windows-Varianten die angebotenen Fehlerbehebungsdateien über die Update-Funktion aus dem Internet laden und installieren.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben