Computerwurm "Nyxem.e" : Jede Stunde 2500 neue Opfer

Ein neuer bösartiger Computerwurm verbreitet sich mit rasender Geschwindigkeit über das Internet. Seit dem Wochenende befällt der Wurm nach Erkenntnis der Fachleute auch massenhaft Computer in Deutschland.

Hamburg - Der PC-Schädling mit dem Namen «Nyxem.e» hat nach einem Zeitungsbericht weltweit bereits mehr als 540.000 Rechner erfasst. Dem Bericht der "Welt kompakt" zufolge kommen stündlich etwa 2500 neue Computer hinzu. Das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) spricht bereits von einer starken Verbreitung und mahnt zur Vorsicht.

«Ist "Nyxem.e" einmal auf dem PC, so rührt er noch keine Daten an. Er ist so programmiert, dass er erst an diesem Freitag (3. Februar) aktiv wird», wird ein Experte zitiert. Unter anderem suche er nach Microsoft-Office-Formaten wie Word, Excel oder Powerpoint und lösche diese. Anschließend bleibe «Nyxem.E» auf dem Computer und schlage an jedem dritten eines Monats wieder zu. Eine weitere Gefahr: Entspricht das Datum des Rechners dem Monatsdritten, vernichtet er 30 Minuten nach dem Start Teile der aufgefundenen Dateien der gängigsten Formate und ersetzt sie durch eine sinnlose Auswahl an Symbolen.

Besonders unangenehm sei es, dass der Wurm vorhandene Antiviren- Programme auszuschalten versuche, sagte der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer der dpa. Problematisch werde es vor allem, wenn der Wurm bereits den Computer infiziert habe.

«Ich bitte alle Computer-Anwender, ein paar einfache Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer Infektion durch diesen - und jeden anderen - Wurm zu ergreifen: Aktivieren Sie keine unbekannten, unerwarteten E-Mail-Anhänge, aktualisieren Sie die Antivirus- Signaturen Ihres installierten Antiviren-Schutzes auf dem PC und führen Sie einen Komplett-Scan Ihres Rechners durch», riet Eugene Kaspersky, Leiter der AntivirenForschung bei Kaspersky Lab am Dienstag in einer Mitteilung. Kaspersky gilt als international anerkannter Experte für den Schutz vor Computerviren.

Das BSI bietet über seine Internetseite spezielle Werkzeuge (Tools) an, Computerwürmer von bereits befallenen Rechnern zu entfernen. Darüber hinaus empfiehlt auch das BSI, ausschließlich aktuelle Antivirenprogramme zu verwenden. (tso/dpa)

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