Welt : Concorde-Absturz: Verein für Opferrechte

Ein Jahr nach dem Concorde-Absturz nahe Paris haben Angehörige der Opfer in Mönchengladbach den Verein "Crash-Gesellschaft für Opferrechte e.V." gegründet. Zweck des Vereins sei es, hilfsbedürftige Menschen, insbesondere Opfer von Straf- und Unglücksfällen, zu unterstützen, hieß es am Freitag. Erster Vorsitzender ist der Mönchengladbacher Hinterbliebenen-Anwalt Christof Wellens.

Wellens vertrat im Concorde-Fall 22 Opferfamilien mit mehr als 150 Angehörigen. Beim Absturz der Concorde der Air France am 25. Juli 2000 bei Paris waren 113 Menschen ums Leben gekommen, darunter 96 Deutsche. Aus Mönchengladbach stammen 13 Opfer. Der Verein solle Opfer von Unfallkatastrophen und deren Angehörigen bei der Durchsetzung ihrer Interessen unterstützen, sagte Wellens: "Im Einzelfall durch Rat und Tat, aber auch global durch Interessenarbeit zu Gunsten der Opfer."

Wellens kritisierte, das deutsche Schadensersatzrecht habe im internationalen Vergleich erhebliche Lücken. Opfer von Unfällen und Unglücken würden im Allgemeinen nicht angemessen entschädigt. Der Concorde-Fall habe zum ersten Mal gezeigt, dass auch in Europa und in Deutschland Schadensersatzansprüche in amerikanischen Größenordnungen möglich seien. Dies auch für Deutschland zum Standard werden zu lassen, sei eines der Ziele des Vereins, erklärte Wellens.

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