Welt : Cremige Kerle, Offene Pubs und faule Ehemänner

Jeder dritte Mann mit Gesichtscreme. Ein Drittel aller Männer verwenden regelmäßig eine Gesichtscreme. Und mehr als drei Viertel (76,1 Prozent) verwenden regelmäßig ein After Shave. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 2500 Männern durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg im Auftrag des Freiöl-Instituts für Hautforschung in Nürnberg. Ein Eau de Toilette, das viele Frauen an Männern lieber riechen als After Shave, verwenden 44,4 Prozent der Männer. Nach Angaben des Instituts gibt sich eine deutliche Mehrheit auch mit einfacher Seife bei der Dusche nicht mehr zufrieden: 58,1 Prozent verwenden eine Wasch- und Duschcreme. Und 57,5 Prozent zählen sich du den regelmäßigen Verwendern einer Handcreme.

Pubs bald rund um die Uhr geöffnet. In Großbritannien steht eine Pub-Revolution bevor: Das strikte Regime der "last orders" eine Stunde vor Mitternacht soll "kontinentalen" Öffnungszeiten weichen. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte am Montag, ein entsprechendes Weißbuch solle in Kürze veröffentlicht werden. Mit Sondergenehmigung könnten die Traditionskneipen in England und Wales sogar rund um die Uhr aufbleiben, berichtete die "Times" unter Berufung auf Pläne der Labour-Regierung. Dem Bericht zufolge will Innenminister Jack Straw es den Pub- Besitzern weitgehend selbst überlassen, wann sie ihre Türen öffnen und schließen. Der Minister hofft, dass durch eine Abschaffung der strikten Schlusszeiten "hastiges Trinken" vermieden wird, das oft zu Gewalt, Alkohol am Steuer und Rowdytum geführt habe. Die Polizei befürworte deshalb die Pläne, hieß es in der "Times." Die flexibleren Schankzeiten sollen gleichermaßen auch für Restaurants, Bars, Theater und Cafes gelten, in denen Alkohol ausgeschenkt wird. In Schottland sind einzelne Pubs bereits bis drei Uhr morgens geöffnet. In dem Artikel wird darauf verwiesen, dass längere Öffnungszeiten in anderen Ländern - genannt werden Deutschland und Belgien - die Verbrechensstatistik nicht in die Höhe getrieben haben.

Fauler Ehemann. Wer 17 Ehejahre lang keinen Finger rührt, hat nach der Scheidung keinen Anspruch auf Versorgungsausgleich. Mit diesem am Montag veröffentlichten Urteil hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm die Klage eines "faulen" Ehemannes abgewiesen. Der Mann war während seiner Ehe keiner geregelten Arbeit nachgegangen und hatte sich weder um das gemeinsame Kind, noch um den Haushalt gekümmert. So viel süßes Leben ging auch den Richtern zu weit: Gehe ein Ehegatte über so viele Jahre trotz eines Kindes keiner regelmäßigen Beschäftigung nach, liege eine grobe Verletzung der Unterhaltspflicht vor. Daher könne der Mann auch keinen Versorgungsausgleich von seiner Ex-Frau verlangen, heißt es in dem Urteil (Aktenzeichen.: II UF 98/99).

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