• "Das glaubt mir niemand" - Was eine Tagesspiegel-Leserin auf ihrer Expo-Bahnreise erlebte

Welt : "Das glaubt mir niemand" - Was eine Tagesspiegel-Leserin auf ihrer Expo-Bahnreise erlebte

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Eine Berlinerin hat gestern über ihre Erfahrungen mit einer Expo-Bahnreise berichtet. Sie wollte ein Expo-Ticket lösen, aber über Hamburg fahren, um dort Freunde zu besuchen. Da eine Bahnfahrt über einen Umweg mit Expo-Ticket nicht möglich ist, buchte sie eine normale ICE-Fahrt über Hamburg nach Hannover und zurück nach Berlin. ICE-Tickets sind teurer als die ermäßigten Expo-Karten. Von Hamburg aus durfte sie jedoch wegen ihres ICE-Tickets nicht einen der vielen Expo-Sonderzüge nehmen, obwohl sie nahezu leer sind. Dies sei untersagt, hieß es. Sie konnte daher nicht mit Freunden fahren. Auf der Expo gefiel es der Tagesspiegel-Leserin so gut, dass sie einen späteren Zug nehmen wollte. Auf dem Bahnhof stellte sich heraus, dass sie auf den nächsten ICE mehrere Stunden hätte warten müssen. So stieg sie in einen Expo-Sonderzug, wissend, dass sie dies nicht darf. In dem ganzen Zug befanden sich drei Fahrgäste. Bei der Fahrscheinkontrolle entschuldigte sie sich und verwies auf ihr teureres ICE-Ticket. Der Kontrolleur verlangte daraufhin von ihr 60 Mark Zuzahlung. Sie hat einen schriftlichen Beleg. "Das glaubt mir sonst keiner", sagte sie.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte auf Nachfrage sämtliche Angaben der Frau. Mit Expo-Ticket können keine Umwege gebucht werden, gleichzeitig ist es untersagt, mit ICE-Ticket einen Expo-Zug zu besteigen. Wer dies dennoch tut, muss 60 Mark zahlen. "Das ist wie bei Ihrer BVG in Berlin", sagte Bahn-Sprecher Meyer-Lovis. In Berlin zahlen Schwarzfahrer 60 Mark. Hintergrund des Verbots: Bei großem Andrang sollen die Plätze für Expo-Besucher reserviert bleiben. Trotz leerer Züge wird daran nicht gerüttelt, weil der Andrang zunehmen könnte. Meyer-Lovis: "Die Regel bleibt".

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