DAS LEAKING-PROJEKT : Störungen frühzeitig erkennen

Bei fast allen tödlichen Gewalttaten an Schulen gaben die Täter lange vorher Hinweise auf ihre Gewaltfantasien und ihre Pläne. Es liegt an der Sensibilität und der Aufmerksamkeit von Mitschülern und Lehrern, ob diese Hinweise wahrgenommen – und vor allem ernst genommen – werden. Der Psychologe Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin betreut das sogenannte Leaking-Projekt. Dabei werden Gewalthinweise aller Art gesammelt und ausgewertet. Ziel ist es, Merkmale herauszufinden, die auf eine Gefahr hinweisen. Damit sollen Schulen und Polizei in die Lage versetzt werden, die Situation richtig einzuschätzen. Wichtig ist es laut Scheithauer, dass Schulen frühzeitig die Initiative ergreifen, wenn bei Schülern deutliche Störungen sichtbar werden. In diesem Fall können sie sich auch an den Schulpsychologischen Dienst wenden: In jedem Bezirk gibt es Schulpsychologen, die hinzugezogen werden können. Einige von ihnen sind auf Gewaltprobleme spezialisiert. os

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