Welt : Daten, Fakten, Motive, Ursachen

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Wenn Eltern ihre Kinder töten, sind häufiger Mütter die Täter als Väter.

Die meisten Säuglinge werden innerhalb der ersten 24 Stunden getötet.

Experten gehen in Deutschland von jährlich 40 bis 50 Fällen der Kindstötung durch die Eltern (Infantizid) aus, die entdeckt werden.

Häufig töten Mütter nach Aussagen von Psychologen, weil sie aus ihrer Situation keinen Ausweg sehen und das Kind nicht alleine leben lassen wollen.

Gebildete Mütter begehen oft einen so genannten erweiterten Selbstmord. Sie sagen, sie wollen ihren Kindern ein schlimmes Leben ersparen.

Frauen, die an einer so genannten Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlen sich mit der Erziehung oft überfordert.

Sterben Kinder an den Folgen von Vernachlässigung , stammen die Eltern meist aus sozial schwachen Verhältnissen, oder sie sind drogensüchtig.

Auch eine Wochenbettpsychose , in der die Mütter jeglichen Bezug zur Realität verlieren und ihr Kind verstoßen, kann zu einer Kindstötung führen. Mindestens eine von 1000 Müttern bekommt nach Expertenangaben solch eine Kindbettdepression, die im ersten bis zweiten Jahr nach der Geburt entstehen kann. Dabei gibt es drei Ursachen: das Ungleichgewicht des Hormonhaushalts , das traumatische Geburtserlebnis sowie der gesellschaftliche Druck , eine gute Mutter zu sein. Experten unterscheiden dabei zwischen dem einfachen Stimmungstief („Babyblues“), der Depression und der Psychose.

Weitere Motive sind die Tötung aus Mitleid , weil das Kind eine schwere Krankheit hat, oder die Ermordung des gemeinsamen Kindes, um sich nach einer Trennung am ehemaligen Partner zu rächen .

Einige Frauen verleugnen die Schwangerschaft auch bis zuletzt und töten das Kind dann, um ihren Partner nicht zu verlieren . dpa

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