Welt : Daum-Affäre: Tolle Beziehungen

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Daum ist arbeitslos, die Familie ist weg, die Kinder sind weg, weit entfernt von seiner Lebensgefährtin hält er sich an unbekanntem Ort auf und nach und nach kochen alte Geschichten hoch, die ihm zusätzlich zu schaffen machen. Dabei zeichnen bestimmte Medien ein Bild, nach dem Daum durch Frauen auf die schiefe Bahn geraten sei. So meldete sich die Türkin Asya Basarir gegenüber der Zeitung "Sabah" zu Wort. Daum und sie hätten eine "tolle Beziehung" zwischen 1994 und 1996 gehabt. Daum habe ihr ein Schweigegeld von 90 000 Mark versprochen, das Geld habe sie aber nie erhalten. Hintergrund des angeblichen Schweigegeldes ist eine angebliche Abtreibung, zu der Daum sie genötigt haben soll. Über diese Episode berichtete jetzt der Kölner "Express".

Der "Stern" hatte zuvor Daums Beziehung zu seiner jetzigen Lebensgefährtin Angelika Camm nachgezeichnet. Daum habe sich auf Mallorca in die Musical-Sängerin verliebt. Von Kokain ist die Rede. Camms Gefährte Jochen Kress saß damals wegen dubioser Geschäfte im Gefängnis. Der Betrogene soll laut "Stern" gesagt haben, wenn Daum mit seiner Frau ein Verhältnis habe, kassiere er ab. "Sonst rede ich". "Angelika Camm - der Stolperstein in Daums bis dahin so erfolgreichen Leben?", fragt der "Express".

Bayer-Manager Calmund sieht Daum dennoch in der Sympathie der Menschen. So glaubt er an eine Trainerzukunft für Daum im Ausland: "Er will in Deutschland kein Trainer mehr sein. Aber ich weiß, dass er aus dem Ausland schon jetzt mehrere erstklassige Angebote vorliegen hat." Allerdings habe der Ex-Coach die Sympathien der Leute auf seiner Seite, zitiert ihn der Sport-Informationsdienst. Calmund: "Ich sehe große Möglichkeiten für ihn, hier wieder Fuß zu fassen. Er hat lukrative Angebote von großen Unternehmen, die ihn einstellen würden. Manche Fernsehanstalten wollen ihn als Kommentator. Kein Wunder bei seinen rhetorischen Fähigkeiten."

Calmund hat laut Sport-Informationsdienst sogar einen verwegenen Plan und kann sich vorstellen, dass Daum in einer Anti-Drogen-Kampagne in Zukunft eingebunden werden könne. "Er könnte mit seiner Art und seiner Ausdrucksweise eine besondere Rolle in der Anti-Drogen-Bewegung einnehmen. Er hat das Zeug, auf diesem Weg ein nationaler Held zu werden. Noch viel mehr als zum Beispiel ein Harald Juhnke. Christoph ist mit seinen 47 Jahren viel jünger, tritt ganz anders auf. Er kann Jugendliche von einer Anti-Drogenkampagne überzeugen."

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