Welt : DDR-Gewaltopfer dürfen benachteiligt werden

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Kassel (dpa). Bei der Entschädigung von Gewaltopfern werden Bürger der Ex-DDR auf Dauer schlechter gestellt als ehemalige Westdeutsche. Wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am Mittwoch entschied, sei die Regelung, ehemaligen DDR-Bürgern für Gewalttaten vor 1990 nur in Härtefällen eine Entschädigung zu zahlen, nicht grundgesetzwidrig. Die Bürger beider deutscher Staaten hätten sich nicht in einer „Schicksalsgemeinschaft“ befunden, sondern es hätten unterschiedliche Verhältnisse geherrscht, urteilte das BSG. Geklagt hatte ein Mann aus Sachsen, der 1985 mit einer Zange am Kopf verletzt wurde und seitdem hirngeschädigt ist. Ein Westdeutscher könnte hierfür 113 Euro Entschädigung monatlich erhalten.

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