Welt : Der Brunnenvergifter

Erpresser wollte 54 Kilo Zyankali ins Trinkwasser kippen

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Einbeck (fan). Ein offenbar psychisch gestörter Mann hat im Mai der niedersächsischen Kleinstadt Einbeck gedroht, zum 11. September das Trinkwasser mit Zyankali zu vergiften. Die Polizei konnte den Mann jetzt nach aufwändigen Ermittlungen festnehmen. Im Keller des Hauses, in dem der 32Jährige wohnt, wurde ein Fass mit 54 Kilogramm Zyankali gefunden. Der kaufmännische Angestellte habe verworrene Angaben gemacht und die Drohung bestritten, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Göttingen. Ein politisches Motiv sei nicht zu erkennen, auch wenn in dem Drohbrief das Datum des bevorstehenden Jahrestages der Anschläge in den USA genannt wird. Einen zweiten Brief mit dem Satz „ab jetzt werde ich auch Menschen vergiften“ schickte der Mann im Juli ans Landeskriminalamt in Hannover.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestand für die 28 000 Einwohner von Einbeck keine Gefahr. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen, unter anderem wegen der Androhung von Mord und gemeingefährlicher Vergiftung. Die Staatsanwaltschaft will ihn psychiatrisch begutachten zu lassen.

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