Welt : Der Frühling kommt – nur wann?

20 Grad und Sonne sagen die Meteorologen voraus. Für Süddeutschland. Im Norden kämpfen weiter zwei Wetterlagen miteinander

Andreas Oswald

Die schönen Eisblumen am Fenster sind verblüht, aber der Winter lässt sich in diesem Jahr nur schwer austreiben. Dabei wird es jetzt langsam einmal Zeit für den Frühling. Aber schön ist es immer dort, wo man gerade nicht ist. Strahlende Sonne, blauer Himmel – in Süddeutschland und in der Schweiz saßen die Menschen am Sonntag – allerdings noch in Mänteln – im Freien, in den Straßencafés gab es keinen Platz mehr. So ist Deutschland zweigeteilt, in einen frühlingshaften Süden und in einen grauen Norden.

So wird es bleiben, auch wenn in den kommenden Tagen die Temperaturen steigen werden. In Berlin werden am Mittwoch 13 Grad erwartet, das sind fünf Grad über normal, aber die Sonne bleibt die meiste Zeit hinter Wolken versteckt. Anders im Süden: Dort soll die Sonne die ganze Woche über scheinen, am Oberrhein erwarten die Meteorologen bis zu 20 Grad.

Schon am Donnerstag soll es in der Nordhälfte Deutschlands wieder kühler werden. „Das Wetter bleibt überwiegend unbeständig“, sagt Tanja Lamprecht von Meteomedia. Gibt es noch einmal Schnee? Ausschließen können die Meteorologen das nicht. Am Wochenende kämpfen zwei Wetterlagen miteinander. Entweder es strömt aus Nordost kalte Luft nach Deutschland, dann könnten erneut ein paar Flocken fallen. Voraussetzung ist das stabile Tief im Osten. Oder es kommt milde – und etwas feuchte – Luft aus Südwesten zu uns. Dann sind die Temperaturen milder. Aber schön wird es damit noch lange nicht, weil die Luft zu viele Wolken mit sich führt. Und das ist noch der beste Fall.

Richtigen Frühling wird es also hier so bald nicht geben. Wer das nicht mehr aushält, sollte mal wieder den Oberrhein besuchen oder weit, weit wegfliegen.

Vielleicht bringt ja die Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit etwas. In nicht einmal zwei Wochen wäre es so weit.

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