DER GRÖSSTE JACKPOT DER GESCHICHTE : Drei haben gewonnen

Den mit 45,3 Millionen Euro größten Jackpot der deutschen Lotto-Geschichte teilen sich drei Spieler. Ein Leser der „Bild"-Zeitung, ein Internet-Tipper sowie ein Spieler, der in Thüringen seine Kreuzchen gemacht hatte, landeten mit ihren Zahlen bei der Ziehung am Mittwochabend einen Volltreffer. Jeder von ihnen erhält 15,1 Millionen Euro.

Der Lotto-Gewinner aus Thüringen hatte sich bis zum Vormittag noch nicht bei der Lottogesellschaft gemeldet. Über den zweiten Glückspilz berichtete „Bild“, der Inhaber oder die Inhaberin des von ihr verlosten Scheins sei verheiratet und habe Kinder. Als die Zeitung ihn oder sie über den Gewinn informiert habe, sei die betreffende Person gerade mit ihrem Ehepartner „von der Gymnastik nach Hause gekommen“. Nähere Angaben machte die Zeitung nicht.

Ein Lotto-Sprecher sagte, dies solle die Anonymität der Gewinner wahren, „so lange es eben geht“. Auf diese Weise könnten sich diese erst einmal „auf den neuen Lebensweg“ einstellen. Auch der gewerbliche Internet-Vermittler „Tipp24“, bei dem der dritte Neu-Millionär in Schleswig-Holstein seinen Tipp abgegeben hatte, werde keine weiteren persönlichen Daten herausgeben.

Ein Millionengewinner sollte vor allem eines tun: die Ruhe bewahren. Der Deutsche Lotto- und Totoblock rät Gewinnern, tief durchzuatmen und möglichst bald die jeweilige Lottozentrale ihres Bundeslandes zu kontaktieren. Diese habe eine Reihe Tipps für plötzliche Millionäre parat. Demnach sollten Lottogewinner ihr Glück für sich behalten, so lange es geht: „Verfallen Sie nicht in Panik, verzichten Sie auf die spontane Party“, heißt es in den Ratschlägen. Und: „Erzählen Sie ihren minderjährigen Kindern zunächst nichts“. Wer den Jackpot abräumt, sollte „nur im engsten Kreis“ über die Verwendung seines plötzlichen Reichtums beraten.

Empfohlen wird das Erstellen einer Prioritätenliste zum Sortieren der eigenen Gedanken. Von vorschnellen Investitionen und der sofortigen Anschaffung von vielleicht lange ersehnten Luxusgütern rät der Lotto- und Totoblock ab. „Ändern Sie nicht sofort alle Lebensgewohnheiten“, lautet der Tipp. Dies sollte man erst später tun, wenn Gras über die Sache gewachsen sei. Generell gelte es, in finanziellen Fragen sachkundige Beratung einzuholen - und zunächst die Frage zu klären, wohin der Lottogewinn überhaupt überwiesen werden soll.

Der Lotto-Jackpot ist auch mit einem sogenannten Super-Systemschein geknackt worden. Bei dieser Spielart können Lotto-Kunden je Spielkästchen mehr als die üblichen 6 aus 49 ankreuzen. Daraus werden dann alle mathematisch möglichen Sechser-Kombinationen errechnet und gespielt. Der in Niedersachsen aufgegebene Tippschein hatte in einem Kästchen 16 Kreuze – das entspricht 8008 normal mit sechs Kreuzen ausgefüllten Spielkästchen. 6009 Euro kostet dieser Schein. In Relation zum Einsatz für die vielen Kästchen erhöht sich die Chance für den Spieler entgegen vielen Insinuierungen nicht.

Dieser Schein wird zum Ende dieses Jahres abgeschafft. Grund für das Ende des teuren „016“-Systemscheins ist der neue Glücksspielstaatsvertrag. Die staatlichen Lotteriegesellschaften der Bundesländer haben sich darin verpflichtet, den Spieltrieb einzudämmen. Deswegen werde das Systemspiel in Niedersachsen künftig „auf 12 aus 49 begrenzt“. Tsp/AFP/ddp

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