Der Homo sapiens in Israel : Vielleicht ältester menschlicher Schädel gefunden

Wir sind alle Afrikaner. Zumindest der Fund eines uralten Schädels in Israel soll beweisen, dass der Homo sapiens von Afrika aus den Rest der Welt bevölkerte. Laut israelischer Forscher schließt der Fund eine zeitliche Lücke in der Menschheitsgeschichte.

Auch sehr alte Schädel: Buddha-Köpfe im Alten Museum Berlin. Hier eine Aufnahme von 2001.
Auch sehr alte Schädel: Buddha-Köpfe im Alten Museum Berlin. Hier eine Aufnahme von 2001.Foto: dpa

Ein in Nordisrael gefundener 55.000 Jahre alter menschlicher Schädel ist nach Einschätzung israelischer Forscher der Beweis dafür, dass der moderne Mensch (Homo sapiens) vor rund 65.000 Jahren von Afrika aus den Rest der Welt bevölkerte. Damit handele es sich bei dem in den Manot-Höhlen in Galiläa geborgenen Schädel um einen „der bedeutendsten Funde in der Erforschung der menschlichen Evolution“, teilten Forscher der Universitäten Tel Aviv, Ben Gurion und die israelische Antikenbehörde IAA am Mittwochabend mit.

Die Forscher veröffentlichten ihre Untersuchungsergebnisse in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Nature“. Kalzit-Ablagerungen an der Innen- und Außenseite des Schädelfragments erlaubten laut IAA eine zuverlässigen Datierung mit der Uranium-Thorium-Methode, die ein Alter von rund 55.000 Jahren ergab. Der Fund ist damit rund 10.000 Jahre älter als alle in Europa gefundenen Überreste des Homo sapiens. Ferner zeige der Schädel in seiner Morphologie Ähnlichkeiten zu Schädelfunden in Afrika wie in Europa.

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Damit schließe der Fund eine zeitliche und räumliche Lücke in der Erforschung der Menschheitsentwicklung und liefert einen Beleg für die Migrationsroute der ersten modernen Menschen von Afrika nach Europa über den levantinischen Korridor. Die Karsthöhlen von Manot nahe der libanesischen Grenze wurden nach IAA-Angaben 2008 bei Bauarbeiten entdeckt. Seit 2010 werden die Höhlen von Forschern der IAA, der Universität Tel Aviv und der Ben-Gurion-Universität in der Negevwüste erforscht. Archäologische Funde belegen die Besiedlung der Höhle seit mehr als 100.000 Jahren. (KNA)

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