Welt : Der Krake – Schrecken der Meere

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Hamburg (dpa). Sie sind der Schrecken der Meere. Riesenkraken sollen ganze Schiffe mit ihren kräftigen Armen in die Tiefen der Ozeane gezogen haben. Dank Jules Vernes „20 000 Meilen unter dem Meer“ und Homers mythischer Skylla aus der „Odyssee“ fanden die Monster der Tiefsee Einzug in die Weltliteratur. Die Faszination über diese wohl größten heute auf der Erde lebenden Weichtiere ist ungebrochen, wie die Reaktionen auf den neuesten Fund eines toten Exemplars an der tasmanischen Küste zeigt. Dessen enorme Maße von 200 Kilogramm Gewicht und bis zu 15 Meter langen Tentakeln jagen vielen kalte Schauer über den Rücken.

Tatsächlich ist über die Tiere nur wenig bekannt, was im Wesentlichen an deren unzugänglichem Lebensraum liegt: 500 bis 1500 Meter unter der Wasseroberfläche jagen die Kopffüßer größere Fischen, aber auch kleinere Artgenossen und andere Tintenfische. „Bei einem Körpergewicht von bis zu 1000 Kilo benötigt so ein Kalmar mehrere Zentner Futtertiere am Tag“, erläutert Prof. Rudolf Schipp von der Universität Gießen. Bei der bisherigen Zuordnung sind die Meeresbiologen zumeist auf Körperteile, die in Pottwalmägen gefunden werden, und angespülte oder zufällig gefangene Tiere angewiesen.

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