Welt : Der Regen kommt zurück

Meteorologen warnen vor neuen Unwettern in Deutschland

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Hamburg (dpa). Nach den Unwettern zum Wochenbeginn hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor weiteren schweren Regenfällen und Gewittern vor allem im Osten und Süden Deutschlands gewarnt. Die Meteorologen rechnen mit Gewittern, Wolkenbrüchen und Hagel in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Örtlich seien große Regenmengen von 50 Litern je Quadratmeter oder mehr möglich. Bereits am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag haben heftige Unwetter viele Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt.

Nach Angaben des Lagezentrums der Landespolizei in Stuttgart hat sich die Lage weitgehend entspannt. Wegen eines Stromausfalls auf Grund eines Blitzschlags und wegen Sturzregens war der Verkehr auf dem Flughafen Stuttgart fast zwei Stunden lang eingestellt. Unwetter tobten vor allem südlich und östlich der Landeshauptstadt. Von Verletzten wurde nichts bekannt.

Nach heftigen Regenfällen waren auch im Allgäu Keller und Straßen überflutet oder von Geröll und Erde verschüttet worden. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Die Niederschlagsmenge im Allgäu sei nicht extrem hoch gewesen, sagte DWD-Meteorologe Götz Wagner. Die Regenfälle der vergangenen Tage hätten das Erdreich aber bereits so stark aufgeweicht, dass die Gewitter am Montagabend das Fass zum Überlaufen gebracht hätten.

Von Donnerstag an sollen sich die Regenfälle abschwächen. Vor allem am Freitag und am Samstag rechnen die Wetterexperten mit viel Sonne und Temperaturen bis 25 Grad, bevor es Anfang der kommenden Woche wieder etwas kühler werden soll.

Die weltweiten Wetter-Turbulenzen nehmen kein Ende: Regenmassen und Stürme haben in Asien, Europa und Südamerika erneut für Verwüstung gesorgt. Bei Überschwemmungen ertranken im Süden Chiles mindestens zwei Menschen, mehrere tausend wurden obdachlos. Durch Hochwasserfluten im Süden Indiens kamen acht Menschen ums Leben. In Jiangxi in China bewachen mehr als 10000 Menschen die Deiche, das Hochwasser des Jangtse-Stromes bedroht mehrere Provinzen. Im Osten Afghanistans sind bis zu 35 Menschen in einem reißenden Fluss ertrunken.

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