• Der Schöpfer von Modern Talking und Blue System würde gern "Stern" und "Bild" Konkurrenz machen

Welt : Der Schöpfer von Modern Talking und Blue System würde gern "Stern" und "Bild" Konkurrenz machen

Der Pop-Produzent Dieter Bohlen träumt von einem eigenen, schlagkräftigen Medienkonzern. "Ich habe einen ziemlichen Durchschnittsgeschmack, einen Geschmack, der die Leute trifft", schreibt er in der Kolumne "Ich habe einen Traum" der am Donnerstag erscheinenden Wochenzeitung "Die Zeit". Als Beleg führt der 45-Jährige seinen Frauengeschmack an: Seine Gefährtinnen Verona Feldbusch und Nadja Abdel Farrag seien die "angesagtesten Frauen in Deutschland". "Das sind Menschen, für die sich viele interessieren, dafür habe ich einfach ein Näschen", schreibt Bohlen. Auf dieser Grundlage würde er je ein Gegenstück zum "Stern" und zur "Bild-Zeitung" gründen. Wenn er dann ein neues Produkt schaffe - "eine neue Band oder eine neue Frau Feldbusch" - müssten seine Medien das "pushen". Kritische Berichte gäbe es dann immer noch, aber nur von der Konkurrenz. Für den eigenen Konzern fehle ihm aber "die notwendige Milliarde". Seine bisherige Arbeit bewertet der erfolgreiche Musikproduzent (Modern Talking, Blue System, Nino de Angelo, Chris Norman) als "einfach langweilig". Besonders anstrengend seien die Starallüren seiner Schützlinge: "Sobald die ihren ersten Hit haben, rasten die aus. Das tut manchmal wirklich weh im Kopf." Er selbst fühle sich "wie ein kleiner Wurm, der in einem kleinen Bertelsmann-Kasten liegt und Hits ausscheidet." Das perfekte Glück habe er bislang nicht gefunden. "Ich hatte noch keinen Tag in meinem Leben, an dem ich gesagt hätte, ich bin glücklich und alles ist perfekt." Kein Interesse habe er auch an einer eigenen Fernseh-Show.

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