Welt : Der Sommer kommt: Nächste Woche Temperaturen bis zu 30 Grad

Clemens Wergin

Die Meteorologen sind lieber vorsichtig. Zu oft haben sie in den letzten Wochen daneben gelegen. Es hatten sich gar zwei Schulen gebildet. Hier die Amerikaner, die mit ihren langfristigen Wetterprognosen die Nase vorn hatten. Dort die Europäer, denen das Wetter Locken in die Computersimulationen drehte. Seit Tagen sagten letztere Bewölkung und Regen voraus, doch zumindest in weiten Teilen Ostdeutschlands scheint seit Tagen die Sonne. Zwar kam es zu gelegentlichen abendlichen Schauern, aber nachdem der graue Himmel im Juli wie eine graue Bleiplatte auf dem Gemüt lag, findet man sich gern mit ein paar Wolken ab. Hauptsache, die Sonne blinzelt durch und der Himmel lässt größere blaue Flecken erkennen. Und die Aussichten für den Norden und Nordosten Deutschlands sind gut: Trocken und sonnig soll es bleiben, die Wolken werden sich langsam verziehen.

Der Süden muss sich aber noch etwas gedulden - Deutschland wird in den nächsten Tagen meteorologisch ein geteiltes Land sein. Heute ist besonders am Alpenrand Regen angesagt. Die Temperaturen werden dort die 20 Grad wohl kaum übersteigen. In den folgenden Tagen sind es dann vor allem die Gebiete südlich der Donau, die unter Schauern zu leiden haben werden. Im Norden klart es hingegen weiter auf. Nur noch vereinzelt werden dunklere Wolkenfelder den blauen Himmel durchpflügen und die Sonne verdecken. Allerdings wird es am Wochenende auch hier wieder etwas kühler. Auf 16 bis 23 Grad müssen sich die Urlauber an Nord- und Ostsee einstellen.

Doch nach all den Wetterkapriolen und pessimistischen Vorhersagen leidgeprüfter Wetterfrösche gibt es endlich eine gute Nachricht: Wie der Wetterdienst in Offenbach verkündet, nimmt der Sommer ab Anfang nächster Woche einen neuen Anlauf. Ab Dienstag soll es trocken werden und sonnig. Bis Donnerstag nächster Woche könnten die Temperaturen der Vorhersage zu Folge sogar auf 23 bis 30 Grad steigen.

Vielleicht müssen wettergeplagte Deutsche nun nicht mehr fluchtartig das Land verlassen, um ein wenig Sonne abzubekommen. Die Reiseveranstalter, die Pauschalangebote im Süden anbieten, melden Hochkonjunktur. Ob die Sonnenstrahlen allerdings lange genug scheinen werden, um das Wasser der Nord- und Ostsee nachhaltig zu erwärmen, darauf wollen sich die Meteorologen noch nicht festlegen. Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

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