Welt : Der Tagesspiegel

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Spanische Polizei will Sopranistin das Singen verbieten. Weil in spanischen Polizeikasernen nicht gesungen werden darf, droht der Tochter eines Beamten der spanischen „Guardia Civil“ nun der Rauswurf aus der elterlichen Wohnung. Das Mädchen hat regelmäßig zu Hause Gesangsübungen absolviert. Die aber beeinträchtigten die Ordnungen und das Zusammenleben der Polizeieinheit, begründeten die Vorgesetzten das Verbot in einem Brief an den Vater. Wichtig zu wissen: Die Einheiten der Guardia Civil leben in kasernenartigen Gebäuden mit Innenhof – da schallt es so richtig schön. Die spanische Tageszeitung „El País“ berichtet, dass sich die Drohung nur gegen die Tochter, nicht aber gegen den Rest der Familie richte.

Die Sopranistin studiert den Angaben zufolge seit sechs Jahren Gesang und übt jeden Montag 30 Minuten, allerdings: genau zur Zeit der in Spanien immer noch üblichen „Siesta“, des Mittagsschläfchens also. Die Tochter habe darauf beharrt, zu dieser Zeit zu singen. Sie erklärte, dass sie sich auf den späteren Gesangsunterricht einstimmen müsse, der direkt im Anschluss an die Siesta stattfinde. Die Familie will sich dem Druck nicht beugen. Sie forderte die Dienstleitung auf, notfalls die Zwangsräumung vor Gericht zu beantragen.

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