Welt : Der Tagesspiegel

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39 tote Seehunde an der schwedischenKüste gefunden. An der südwest-schwedischen Küste sind in den vergangenen Tagen 39 verendete Seehunde gefunden worden. Wie der zuständige Sprecher der meeresbiologischen Forschungsstation Tjärnö am Dienstag angab, seien bei der Obduktion von 3 Tieren aus dem Kattegat dieselben Symptome wie beim Seehundsterben im gesamten Nordseeraum 1988 festgestellt worden. Aus dem dänischen Teil des Kattegat waren in den vergangenen eineinhalb Wochen mehr als 250 Seehund-Kadaver rund um die Inseln Læsø, Anholt, Hesselø sowie an der Nordspitze von Seeland gemeldet worden.

Die schwedischen Behörden erklärten, dass die Zahl der bisher gefundenen Tiere noch keinen Aufschluss auf ein möglicherweise bevorstehendes Massensterben ermögliche. Es sei völlig normal, dass an der schwedischen Küste jährlich etwa 1000 Kadaver gesichtet würden. Zur endgültigen Klärung der Infektionsursache seien Gewebeproben in ein Labor in Rotterdam geschickt worden.

Beim Seehundsterben von 1988 hatte sich wegen eines Staupevirus der Bestand in der Nordsee von etwa 10 000 Tieren um die Hälfte verringert. Er gilt inzwischen aber wieder als völlig erholt.

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