Welt : Der Tagesspiegel

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Neuseeländischer Nationalvogel vom Aussterben bedroht. Vogelkundler haben am Mittwoch im neuseeländischen Wellington von der Regierung gezielte Maßnahmen und mehr Geld für die Rettung des Kiwis gefordert. Der Wappentier des Landes ist nämlich vom Aussterben bedroht und könnte, so sagen die Experten, schon in 15 Jahren vollständig ausgerottet sein. Weil der plumpe graubraune Vogel, der Neuseeland schon seit 70 Millionen Jahren bevölkert, nicht fliegen kann und pro Tag bis zu 20 Stunden schläft, ist er für die von den europäischen Siedlern importierten Raubtiere wie Wiesel, Wildkatzen und Frettchen eine leichte Beute. Vor acht Jahren habe es noch fünf Millionen Kiwis in Neuseeland gegeben, erklärte der Leiter der Königlichen Forst- und Vogelgesellschaft. Heute seien es nur mehr 50 000 bis 60 000. Man müsse die Feinde des Kiwis fangen und vergiften. Und das Regierungsbudget für die Rettung des Nationalvogels sollte umgehend von derzeit 10 Millionen neuseeländischen Dollar (rund 5,2 Millionen Euro) noch einmal um 15 Millionen Dollar erhöht werden. Auch die Naturschutzministerin, Sandra Lee, sagte, man müsse die Raubtiere unter Kontrolle bringen. „Neuseeland ist mit den schlimmsten Schädlingen in der Geschichte der Ökologie gestraft.“

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