Welt : Des Frühlings zweite Chance

Die Meteorologen sagen für die kommenden Tage Sonnenschein und steigende Temperaturen voraus

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Berlin . Die Meteorologen bleiben bei ihrer Vorhersage. In Deutschland kehrt jetzt endlich der Frühling ein. Es ist des Frühlings zweiter Versuch. Nachdem die erste warme Phase vor zwei Wochen durch eisige Kälte abgelöst worden war, soll ab heute die Sonne scheinen. Auch die Temperaturen sollen langsam aber stetig steigen.

Die Frage ist, wie lange das schöne Wetter anhalten wird. „Dienstag und Mittwoch sind gesichert“, sagt Tanja Lamprecht von Meteomedia. Auch anschließend soll es zumindest freundlich bleiben. Doch könnten Wolken den Sonnenschein trüben.

Wie kam es zu diesem Umschwung? Das Tief „Quintessa“ musste gestern abdanken, das Hoch „Klaus“ bringt endgültig stabileres Wetter. Besonders die Gartenfreunde werden von der Trendwende gern hören. Für Blühsträucher wie die Forsythie ist es höchste Zeit, vor Ostern das pralle Gelb zu zeigen. Hoch „Klaus“ hält von seinem Zentrum über Polen aus die großen Frontensysteme fern von Mitteleuropa und sorgt so für schönes Wetter mit recht angenehmen Temperaturen. Die Sonne scheint viele Stunden, erst in der zweiten Wochenhälfte kommen wieder dichtere Wolkenfelder. Der Dienstag startet meist schon sehr freundlich. Tagsüber kommt dann mehr und mehr die Sonne zum Vorschein, auch die Menschen in Berlin bekommen ihre wärmenden Strahlen zu spüren. Ganz ungetrübt bleibt es Richtung Mecklenburg-Vorpommern aber auch am Nachmittag nicht. Der Wind weht nur mäßig aus Ost, und die Temperaturen steigen auf 13 Grad am Oderbruch und bis 15 Grad in Berlin. Noch eine Spur frühlingshafter präsentiert sich der Mittwoch. Die Wolken werden immer weniger, zum Teil dominiert auch schon ohne Einschränkung die Sonne. Nur der mäßige bis frische Ostwind kann in freien Lagen als einigermaßen störend empfunden werden.

Der Winter war lange genug

Mit der schon kräftigen Sonne steigen die Höchstwerte bis zum Nachmittag auf 12 bis 15, stellenweise auch bis 16 Grad. „ Der Winter war lang genug“ meint Ronald Prodinger von Meteomedia.

Der Donnerstag hat zunächst wieder einiges an Sonnenschein zu bieten, allerdings ballen sich die Wolken zum Nachmittag hin in der Nordhälfte stellenweise dann doch stärker zusammen und der eine oder andere leichte Regenschauer muss einkalkuliert werden. Viel Regen ist aber nirgends zu befürchten. Mit Höchstwerten zwischen 11 und 14 Grad bleibt es recht mild.

Noch am gestrigen Montag herrschte zeitweise eisige Glätte in Deutschland. Bei einer Massenkarambolage von 25 Autos auf der eisglatten Autobahn von Garmisch-Partenkirchen nach München (A 95) wurden zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt. Unfallursache war überhöhtes Tempo bei Glatteisgefahr und Nebelbänken, berichtete die Polizei. Die Autobahn blieb mehrere Stunden für die Aufräumarbeiten gesperrt. Auf der Fahrbahn sei Wasser von geschmolzenem Schnee bei sinkenden Temperaturen wieder gefroren, sagte ein Polizeisprecher. Eine 46 Jahre alte Autofahrerin aus Garmisch-Partenkirchen war auf einer Brücke ins Schleudern geraten und an der Mittelleitplanke zum Stehen gekommen. Sie stieg aus, wurde vom Wagen eines anderen Fahrers erfasst, rund 25 Meter durch die Luft geschleudert und blieb schließlich lebensgefährlich verletzt liegen. In der Folgezeit rasten mehr als 20 Autos meist ungebremst in die Unfallstelle.

Unwetter mit Sturm, Schnee und Regen haben am Montag an der spanischen Mittelmeerküste zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Der Fährverkehr zwischen dem spanischen Festland und den Balearen musste weitgehend eingestellt werden. Mehrere Mittelmeerhäfen wurden wegen Sturms geschlossen. Auf dem Flughafen von Barcelona musste eine der beiden Start- und Landebahnen gesperrt werden.

In der Provinz Almería im Südosten des Landes waren höher gelegene Landstriche eingeschneit. Die Gegend, in der sich das einzige natürliche Wüstengebiet in Westeuropa befindet, gilt normalerweise als eine der heißesten in Spanien. Auch auf der kanarischen Insel Teneriffa fiel auf dem Bergmassiv des Teide Schnee. Rund 100 Liter Regenwasser pro Quadratmeter prasselten innerhalb von 24 Stunden in der Gegend der ostspanischen Hafenstadt Valencia nieder. Entlang der Mittelmeerküste und in der Region Andalusien in Südspanien wurden viele Landstraßen wegen Überschwemmungen gesperrt. In der Gegend von Málaga in Südspanien, wo am Wochenende riesige Schlammfluten durch mehrere Ortschaften geströmt waren, begannen die Aufräumarbeiten. Tsp/dpa

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