• Deutsche Ärzte nach Jolo: Gespräche über Geisel-Freilassung kommen weiter nicht voran

Welt : Deutsche Ärzte nach Jolo: Gespräche über Geisel-Freilassung kommen weiter nicht voran

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Im Geiseldrama auf den Südphilippinen haben sich am Donnerstag erstmals deutsche Ärzte auf den Weg zu den 21 in den Urwald der Insel Jolo verschleppten Menschen gemacht. Nach den Worten des Gouverneurs der südlichen Provinz Sulu, Abdusakur Tan, werden die beiden Mediziner von vier malaysischen Kollegen sowie der Chefin des Gesundheitsamts von Jolo, Nela Amin, begleitet. Die Ärzte sollen auch neue Hilfsgüter zu den Geiseln bringen, darunter Früchte und Gemüse.

Die Bemühungen um neue Verhandlungen mit den Geiselnehmern von Jolo kommen weiterhin nicht voran. Unterhändler Rajab Azzarouk sagte am Donnerstag nach einem Treffen mit einem ranghohen Anführer der Kidnapper, das dreistündige Gespräch sei "schwierig" geworden, als "neue Probleme aufgetaucht" seien. Dazu zählten unter anderem anhaltende Militäroperationen gegen die militante Moslemgruppe Abu Sayyaf auf der südlichen Insel Basilan. Auf dem Nachbar-Eiland der Insel Jolo halten die Rebellen weiterhin sieben Philippiner als Geiseln in ihrer Gewalt.

Der philippinische Präsident Joseph Estrada setzte seinen Unterhändlern unterdessen eine Frist, bis zu der sie Erfolge im Ringen um die Freilassung der 21 Geiseln auf Jolo erzielen sollen. Wie am Donnerstag mittgeteilt wurde, verlangte Estrada bis zum 12. Juni, dem philippinischen Unabhängigkeitstag, deutliche Fortschritte bei den Verhandlungen mit den Entführern.

Neben drei Mitgliedern der Familie Wallert aus Göttingen waren am 23. April auch zwei Franzosen, zwei Finnen, zwei Südafrikaner, zwei Philippiner, eine Libanesin und neun Malaysier durch die militante Moslemgruppe von der malaysischen Taucherinsel Sipadan in den Dschungel der südphilippinischen Insel Jolo verschleppt worden.

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