Deutsche Bahn : Linksrheinische Bahnstrecke nach IC-Entgleisung gesperrt
11.09.2011 20:09 Uhr- Auf der Bahnstrecke zwischen Mainz und Koblenz ist am Sonntagnachmittag ein Intercity der Deutschen Bahn entgleist. - Foto: dpa
- Bahnmitarbeiter schleppen den auf der Mittelrheinstrecke bei St. Goar entgleisten Personenzug aus dem Gleis. Die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Boppard und Oberwesel soll... - Foto: dpa
- Einsatzkräfte der Bahn und des Technischen Hilfswerkes (THW) heben, mit schwerstem Gerät bewaffnet, den entgleisten Intercity-Zug der Deutschen Bahn an, um ihn auf das Nachbargleis... - Foto: dapd
Nach einem Unwetter ist am Sonntag ein Intercity-Zug der Deutschen Bahn auf der Rheinstrecke bei St. Goar entgleist. Die Lok sowie die vorderen vier Waggons sprangen aus den Gleisen. Sie kippten aber nicht um, sondern blieben in Schräglage stehen. Der Lokführer wurde schwer verletzt, außerdem erlitten mindestens zehn Reisende sowie die vier Zugbegleiter leichte Verletzungen, wie die Bundespolizei mitteilte. Insgesamt waren etwa 800 Menschen in dem Zug. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge gegen 14.15 Uhr. Unfallursache war ein Erdrutsch infolge von starken Regenfällen, durch den größere Mengen Geröll auf die Bahnstrecke gespült worden waren.
Die Feuerwehr fuhr mit einer Drehleiter über die tiefer gelegene Bundesstraße 9 an die Unfallstelle heran, um die Fahrgäste mithilfe der Leiter aus dem Zug zu befreien. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Bei den Verletzungen der Reisenden handelte es sich nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei zumeist um Prellungen, Schürfwunden oder Schockzustände. Es sei deshalb auch nicht auszuschließen, dass die Verletztenzahl sich noch erhöhe, weil die Betroffenen sich erst später bei den Einsatzkräften meldeten.
Die Fahrgäste des IC 2315, der von Hamburg über Koblenz und Mainz nach Stuttgart unterwegs war, wurden nach ihrer Befreiung aus dem verunglückten Zug zunächst in einer Halle in St. Goar untergebracht. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollten sie ihre Fahrt anschließend in Bussen fortsetzen. Insgesamt waren fast 300 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz. Die linksrheinische Bahnstrecke wurde gesperrt, der Zugverkehr über die rechte Rheinseite umgeleitet. Die Sperrung soll voraussichtlich noch bis einschließlich Dienstag andauern. Für Reiseinformationen richtete die Bahn eine kostenlose Hotline unter der Nummer 0800/311 11 11 ein. (dpa)











