DEUTSCHE HILFE : Die alte Antonov bringt Pakete aus Berlin

Eine alte, weißblaue russische Frachtmaschine vom Typ Antonov An-12 ist am Dienstag auf dem Flughafen Schönefeld mit 18 Tonnen Hilfsgütern für Pakistan beladen worden.

WAS DAS ROTE KREUZ SCHICKT

„Donation“, Spende, steht auf den Aufklebern. Die verschweißten Pakete wurden mit einem Gabelstapler in den Flugzeugbauch gepackt. Sie enthalten je 1000 Zeltplanen und blaue Moskitonetze, 2000 graue Decken, 500 Küchensets. Und 500 Werkzeugsets mit Hacke, Hammer, Spaten und Nägeln. Am heutigen Mittwoch soll die Hilfslieferung in Islamabad ausgeladen werden.

SO WIRD DIE HILFE KOORDINIERT

Die Sendung ab Berlin ist Teil einer weltweiten Rot-Kreuz-Operation, an der sich auch China, USA, Australien und Dänemark beteiligen. Die Lieferung geht an die Schwestergesellschaft Pakistanischer Roter Halbmond, mit dem das DRK seit 1983 kooperiert. DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil sagte, deren Mitarbeiter wurden in Antikorruptionskursen geschult. „Alles kommt bei den Bedürftigen an.“

SIE SIND DIE STÜTZEN DER AKTION

Inmitten des Trubels steht Dirk Kamm in seiner roten DRK-Weste. Der 47-Jährige wohnte im Kreuzberger Graefekiez in Berlin, bevor er im Januar nach Islamabad zog. Für den Transport im Wert von 145 000 Euro kam er am Morgen extra nach Schönefeld. Seine Leute verteilen derzeit auch außerplanmäßig Lebensmittel. Künftig sollen Trinkwasseraufbereitungsanlagen geliefert werden, mit denen kennen sich die Pakistaner seit dem Erdbeben 2005 aus. Pakistanexperte Marc-André Souvignier koordiniert alles im DRK-Generalsekretariat in Berlin. Wie kommen die Helfer in Pakistan zurecht? Dirk Kamm sagt: „Die Verteilung bekommen wir in den Griff, nur den Schlafmangel nicht.“ kög

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