Dezember 2010 : Schwerer Zwischenfall bei Germanwings-Airbus

28.09.2012 09:57 Uhr
Eine Maschine von Germanwings ist im Dezember 2012 offenbar nur beinahe einer Katastrophe entgangen. Foto: dpa
Eine Maschine von Germanwings ist im Dezember 2012 offenbar nur beinahe einer Katastrophe entgangen. - Foto: dpa

Nur knapp sind 149 Passagiere eines Airbus-Flugs im Dezember 2010 einer Katastrophe entkommen. Das geht aus einem Bericht der Bundesstelle für Fluguntersuchungen hervor. Der Behörde sollen wichtige Informationen zu dem Vorfall vorenthalten worden sein. Germanwings bestreitet das.

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings hat es einen gravierenden Zwischenfall mit Gasen im Cockpit gegeben. Wie die Zeitung „Die Welt“ und der Sender NDR Info berichteten, hat sich der Notfall bereits im Dezember 2010 ereignet.

Die beiden Piloten des Airbus A 319 hätten beim Landeanflug auf den Köln/Bonner Flughafen beinahe das Bewusstsein verloren, nachdem ein süßlicher Geruch im Cockpit ausgeströmt sei. Nach Recherchen der beiden Medien soll die Fluglinie der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zunächst wichtige Informationen vorenthalten haben. Die Maschine sei mit 149 Menschen besetzt gewesen. Erst nachdem die Behörde Ende 2011 weitere Informationen erhalten habe, habe sie die Untersuchung aufgenommen.

Germanwings-Sprecher Heinz Joachim Schöttes bestritt am Freitag, dass die Fluglinie den Vorfall heruntergespielt habe. „Wir haben nichts vertuscht“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Der Pilot habe noch im Cockpit ein Meldeformular ausgefüllt, und Germanwings habe den Vorfall selbst als gravierend eingestuft. Der Copilot habe sich in der Tat unwohl gefühlt, sagte Schöttes.

„Der Pilot, mit dem wir jetzt noch mal gesprochen haben, sagt, er habe kurzfristig leichte Beeinträchtigungen gehabt, die sofort nach dem Aufsetzen der Sauerstoffmaske nachgelassen haben. Er habe jederzeit alles unter Kontrolle gehabt.“

(dpa)

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