Welt : Die Familie betet für ihn

Präsident Zuma bereitet Südafrika auf den Tod von Nelson Mandela vor.

In lebensbedrohlichem Zustand. Nelson Mandela. Am Freitag kommt Obama nach Südafrika. Foto: dpa
In lebensbedrohlichem Zustand. Nelson Mandela. Am Freitag kommt Obama nach Südafrika. Foto: dpaFoto: dpa

Johannesburg - Nelson Mandela ringt mit dem Tod. Seine Tochter Makaziwe Mandela erklärte gegenüber CNN, ihr Vater mache seinen Frieden mit sich, seine Familie bete jeden Tag für ihn.

Sein Zustand sei weiter „kritisch“, betonte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Montag in Johannesburg. Nach einem Besuch bei Mandela im Krankenhaus in Pretoria am Sonntagabend hätten die Ärzte ihm von der Verschlechterung berichtet. Zumas Sprecher Mac Maharaj hatte am Sonntagabend mitgeteilt, Mandela sei in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Mandela befindet sich seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung im Medi-Clinic-Heart-Krankenhaus der südafrikanischen Hauptstadt. Vor der Klinik haben Menschen zahlreiche Karten mit Genesungswünschen und Blumensträuße niedergelegt.

Erneut versuchte Zuma am Montag, seine Landsleute auf ein Ableben Mandelas vorzubereiten. „Jeder von uns in diesem Land sollte akzeptieren, dass Madiba nun alt ist“, sagte der Präsident, den Clannamen Mandelas benutzend. „Er ist der Vater der Demokratie, der Mann, der kämpfte und sein Leben opferte, der im Gefängnis blieb“, sagte Zuma. „Es ist wichtig, nicht an falschen Hoffnungen festzuhalten“, meinte in einem BBC-Interview auch Zumas Sprecher Maharaj.

Obama startet am Mittwoch eine Afrikareise, die ihn zunächst nach Senegal und dann am Freitag nach Südafrika und später Tansania führen wird. Über einen eventuellen Besuch Obamas am Krankenbett Mandelas müsse die Familie des 94-Jährigen entscheiden, betonte das Weiße Haus laut südafrikanischen Medien. Das Weiße Haus teilte am Sonntagabend mit, Obamas Gedanken und Gebete gälten Mandela. Zuma widersprach Medienberichten, wonach Mandela wegen einer Panne des Krankenwagens auf dem Weg zum Krankenhaus zusätzlich belastet gewesen sei. „Seine Gesundheit war nicht in Gefahr“, sagte der Präsident. Sieben Ärzte hätten sich um Mandela gekümmert. Die oppositionelle Demokratische Allianz forderte eine Untersuchung des Vorfalls, weil er „symptomatisch ist für den schlechten Zustand des Militärischen Gesundheitsdienstes in Südafrika“. Wegen des Motorschadens hatte Mandela zu nächtlicher Stunde 40 Minuten in dem Krankenwagen ausharren müssen, bis ein Ersatzfahrzeug kam. dpa/AFP

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