DIE letzte MELDUNG : DIE letzte MELDUNG

Da fällt man vom Stuhl

Hans-Jörg Fischer, Professor für Wirtschafts- und Steuerrecht, sammelt seit Jahren kuriose Rechtsfälle. In einem Fall ist ein Beamter während seiner Dienstzeit im Schlaf vom Stuhl gefallen und hat sich dabei die Nase gebrochen. Die Frage vor Gericht war dann, ob Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu zahlen sind – das wäre der Fall, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handeln würde. Die Argumentation des Urteils war dann: Wenn jemand in Folge von Überarbeitung vom Schlaf übermannt wird und dann vom Stuhl fällt, ist es ein Arbeitsunfall. Einen anderen Fall gab es in Paderborn. Da erwischte ein Schichtarbeiter seine Ehefrau mit dem Hausfreund im Bett und verprügelte ihn. Der stellte Strafantrag wegen Körperverletzung und das Gericht sagte, dass das Strafverfahren wegen geringer Schuld eingestellt wird – weil der Hausfreund ein weit überwiegendes Mitverschulden trägt. Es sei hemmungslos unverfroren gewesen, den Ehebruch unter Ausnutzung des Schichtdienstes des Mannes im Bett der Eheleute zu vollziehen. dpa

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