DIE letzte MELDUNG : DIE letzte MELDUNG

Nachsilbe „-gate“ ist der

Anglizismus des Jahres 2013

Anglizismen nicht pauschal verdammen, sondern auf ihren Nutzen für die deutsche Sprache prüfen – das ist die Grundidee der Aktion „Anglizismus des Jahres“. Diesmal haben die Juroren um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch kein eigenständiges Wort, sondern die Nachsilbe „-gate“ ausgewählt, die für alle Arten von Skandalen steht. Ins Deutsche kam sie 1972 mit dem Watergate-Skandal, die erste Neuschöpfung war 1987 „Waterkantgate“ für die Barschel-Affäre. In den vergangenen Jahren, so analysiert die Jury, sei der Gebrauch geradezu explodiert mit Wortbildungen wie „Brüderle-Gate“ oder dem „Mops-Gate“, einem verschwundenen Stuttgarter Bronze-Hund. Auf dem zweiten Platz landete die Vorsilbe „Fake-“ für Fälschung, auf dem dritten der „Whistleblower“, der durch die Snowden-Enthüllungen erneut aktuell wurde. bm

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