Welt : DIE letzte MELDUNG

-

Ein gut verdienender Londoner Anwalt, der durch eine barsche EMail-Forderung an seine Sekretärin über vier Pfund Reinigungskosten international zum Gespött geworden war, hat seinen Arbeitgeber verlassen. Wie die „Times“ am Mittwoch berichtete, bestätigte die Anwaltskanzlei das Ausscheiden des Juristen, den ein paar Tropfen Ketchup auf seiner Hose in die Schlagzeilen gebracht hatten. Die Reinigungskosten hatte er von der dafür verantwortlichen Sekretärin schriftlich eingefordert und danach in einer Erinnerung angemahnt. Tage später entschuldigte sich die Sekretärin, dass sie nicht sofort reagiert hatte. „Nach der Erkrankung, dem Tod und dem Begräbnis meiner Mutter hatte ich Drängenderes zu tun, als an ihre vier Pfund zu denken“, schrieb sie ihm. Sie bedauere, dass er als führender Anwalt Geld wohl dringender nötig habe als eine einfache Sekretärin – und schickte die Antwort an ihn und etwa 250 Kollegen. Von dort gelangte der Vorgang aus einer der weltweit führenden Anwaltsfirmen in die internationale Presse. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar