Welt : DIE letzte MELDUNG

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Die erste „Bierleiche“ auf dem diesjährigen Münchner Oktoberfest mussten die Helfer dreieinhalb Stunden nach der Eröffnung behandeln. Eine 16Jährige aus Unterschleißheim bei München sei am Samstag in die Sanitätsstation gebracht worden, nachdem sie drei Maß Bier auf nüchternen Magen getrunken hatte, berichtete der Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) auf der Wiesn, Gisbert Frühauf, am Sonntag. Zum Oktoberfestauftakt hatten Politiker in der „Bild am Sonntag“ gefordert, „Bierleichen“ sollten für ihre Behandlung selber zahlen. „Wenn jemand durch einen vorsätzlichen Vollrausch sich und andere in Gefahr bringt, ist es nicht verständlich, warum dadurch entstehende medizinische Kosten automatisch von der Krankenkasse gezahlt werden müssen“, sagte der Gesundheitsexperte und SPD-Bundestagskandidat Professor Karl Lauterbach aus Köln. Julika Sandt, FDP-Bundestagskandidatin, sagte: „Wer es sich leisten kann, sich auf dem Oktoberfest bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken, kann es sich auch leisten, die Kosten für seine Ausnüchterung zu übernehmen.“ dpa

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