Welt : Die Meteorologen sagen anhaltendes Traumwetter voraus

Tausende Osterurlauber und Ausflügler haben am Gründonnerstag und Karfreitag per Blechkarawane Richtung Süden den Verkehr zeitweise lahm gelegt. Besonders voll war es auf den bayerischen Fernstraßen. Am Donnerstagabend brach der Verkehr auf der Autobahn A 6 Heilbronn-Nürnberg auf einer Länge von 80 Kilometern zusammen. Ein 70 Kilometer langer Stau auf der A 8 München-Salzburg löste sich erst am Freitagmorgen auf. "Es ist noch schlimmer gekommen als wir befürchtet hatten", fasste ein Sprecher der Verkehrsmeldestelle in München die Lage zusammen. Auch am Gotthardtunnel und am Brenner ging streckenweise nichts mehr.

Bei Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen am Karfreitag summierten sich die Staus bis zum Mittag allein in Bayern auf eine Länge von über 160 Kilometern.

Auch auf den Fernstraßen im Südwesten ging es teilweise kaum voran. Auf der A 5 Basel-Karlsruhe in Höhe Freiburg kam es zu einem acht Kilometer langen Stau in Richtung Norden. Ebenfalls auf der A 5 in Richtung Süden stoppte der Verkehr auf einer Länge von fünf Kilometern. In Brandenburg stand an den Grenzübergängen zu Polen alles still. Hier betrug die Wartezeit für Lastwagen teilweise 15 Stunden, für Personenwagen etwa zwei Stunden.

In der Schweiz und in Italien hatten am Karfreitag selbst Frühaufsteher keine Chance, den Blechschlangen zu entgehen. Vor dem Eingang zum Gotthardtunnel bei Göschenen bildete sich schon um neun Uhr morgens ein elf Kilometer langer Stau.

Eine weitere Autokarawane erreichte am Mittag auch den Brennerpass. Zehntausende Autofahrer aus Deutschland und anderen "Nordländern" stauten sich auf einer Länge von 15 Kilometern an der wichtigsten italienischen Alpengrenze.

Sonne, 27 Grad

Die Deutsche Bahn AG teilte am Freitag mit, dass die Autoreisezüge in Richtung Südfrankreich über Ostern wie geplant fahren. Die französischen Eisenbahner, die für die Abfertigung der Autoreisezüge in Narbonne und Avignon zuständig seien, hätten ihren Streik beendet.

Das Hoch "Olaf" drängt die Regenwolken von Tief "Virginia" vorerst zurück auf den Atlantik. Mit viel Sonne und bis zu 27 Grad an der Donau und am Oberrhein soll der Ostersamstag der bisher wärmste Tag in diesem Jahr werden. Nur im Westen und Nordwesten ziehen zeitweise dichte Wolken durch, die aber kaum Schauer bringen. Schon am Karfreitag kletterten die Temperaturen mancherorts über 20 Grad. An der Ostsee - dort kommt der Wind vom Meer - bleibe es bei elf bis 14 Grad recht frisch, sagen die Meteorologen.

Am Ostersonntag wird das Wetter in Deutschland zweigeteilt: Während im Osten die Schokoladen-Ostereier vor der Sonne in Sicherheit gebracht werden müssen, ist im Westen vor dem Eiersuchen ein Blick nach oben angebracht. Im Osten hält "Olaf" die Stellung, heizt die Frühlingsluft dort noch einmal auf 23 bis 27 Grad auf. Im Westen Deutschlands treffen die ersten Regenwolken ein, die Tief "Virginia" vom Atlantik schickt. Dabei wird es aber immerhin noch 16 bis 22 Grad warm. Am Nachmittag kann es bis nach Thüringen, Sachsen- Anhalt und an den Alpen schauern und gewittern.

Am Ostermontag verliert "Olaf" auch im Osten an Einfluss. Deutlich mehr Wolken, dazu Regen und deutlich sinkende Temperaturen sorgen für einen durchwachsenen Oster-Ausklang. Dafür hellt sich der Himmel im Westen etwas auf - mit Nachmittagstemperaturen von 15 bis 19 Grad ist es aber viel kühler als den vorangegangenen Tagen. Nach den Feiertagen ist dann wieder Besserung in Sicht: Von Süden zieht Warmluft heran. Von Dienstag an erwarten die Meteorologen viel Sonne von der Küste bis zu den Alpen, dazu erneut Temperaturen um 25 Grad. Damit haben es nach Einschätzung von Hoffmann die Daheimgebliebenen besser getroffen als mancher Osterurlauber. In Spanien und Portugal beispielsweise werde das Wetter wesentlich wechselhafter und kühler als in Deutschland sein.

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