Welt : Die Queen überrascht mit modernerer Weihnachtsbotschaft

Die überraschende Abwesenheit des 17 Jahre alten Prinzen William beim familiären Weihnachtsgottesdienst der Windsors führte am Sonntag zu Medien-Spekulationen, der Sohn und Nachfolger von Prinz Charles sei möglicherweise "rebellisch" und entfremde sich der Familie. Nachdem ein Sprecher des Buckingham-Palasts zunächst erklärt hatte, William sei krank, hieß es später, er habe lediglich unter dem schlechten Wetter gelitten und sich deswegen nicht fit für den Weihnachtsgottesdienst gefühlt.

Zu den 17 führenden Mitgliedern der Königsfamilie, die an dem Gottesdienst teilnahmen, zählten die Königinmutter, die sich mit 99 Jahren guter Gesundheit erfreut, und der 15-Jährige Prinz Harry. "Wenn die Königinmutter mit 99 erscheint, warum kann dann ein junger Mann wie William nicht kommen?" fragte der "Sunday Mirror". Das Blatt sprach von "zunehmender Sorge" über den "Dickkopf" des Prinzen, der seinem Vater noch nicht einmal gesagt habe, wie er Silvester zu feiern gedenke.

In einer Weihnachtsbotschaft neuen Stils hat sich Königin Elizabeth II. am Wochenende an die britische Bevölkerung und das Commonwealth gewandt. Erstmals verlas die 73-Jährige Monarchin ihre Botschaft nicht von einem Schreibtisch aus einem ihrer Paläste aus. Sie trat in der zehnminütigen Übertragung aus der St.Georgs-Kapelle von Schloss Windsor "eher als Fernsehmoderatorin" auf, fand ein Hofberichterstatter. Die Ansprache der Königin war nach Ansicht von Beobachtern ganz von dem Bestreben geleitet, der königlichen Familie nach den Skandalen der vergangenen Jahre ein modernes Image zu geben. In ihrer Ansprache sagte Königin Elizabeth, die Jahrtausendwende mache deutlich, "dass wir alle im schnellen Wandel der Zeit nur kleinste Teilchen sind." Wenige Stunden zuvor hatte die Königin auf Schloss Sandringham den Weihnachtskirchgang der Windsors angeführt.

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