Welt : Die Schröders haben Besuch aus Italien

jmw

Letzten Sommer in Italien: Gerhard Schröder und Familie machen Urlaub in Positano, südlich von Neapel. Besonders gerne kehrt der Kanzler ins "La Tagliata" ein, da ist das Ambiente bodenständig, und die Fleischportionen sind reichlich. Doris Schröder-Köpf schwärmt von den herrlichen Sonnenuntergängen. Der "La Tagliata"-Wirt Luigi hat eine Tochter: Antonietta, zehn Jahre alt. Antonietta und Schröders neunjährige Stieftochter Klara schließen sofort Freundschaft. Und beim Abschied sagen die Schröders zum Trost: Antonietta kann uns ja mal besuchen.

Das tut sie jetzt wirklich. Wie das Bundeskanzleramt bestätigt, ist Antonietta derzeit samt Eltern in der Kanzlervilla in Dahlem zu Gast. Am Dienstag haben die Schröders die ganze Familie mit ins Kanzleramt gebracht und eine Exklusiv-Führung durchs Haus veranstaltet. "Wir waren auch ziemlich überrascht", sagt ein Sprecher. Einzelheiten wisse er allerdings nicht. "Das ist Privatsache des Kanzlers." Ein Augenzeuge berichtet von Sprachbarrieren zwischen Gastgebern und Gästen. "Frau Schröder-Köpf spricht ungefähr so viel italienisch, dass sie die Speisekarte lesen kann. Herr Schröder noch weniger." Da die italienischen Gäste ihrerseits weder deutsch noch englisch beherrschen, müssen Mini-Lexika aushelfen, die die Kanzlergattin verteilt hat. Klara, heißt es, habe sich mit Antonietta auch so prächtig verstanden.

Gestern stand Potsdam mit den Schlössern Sanssouci und Cecilienhof auf dem Besichtigungsprogramm. Heute soll es unbestätigten Quellen zufolge weiter nach Hannover gehen. Die "Bild"-Zeitung spricht bereits von einem "Beitrag zur deutsch-italienischen Freundschaft". Verdient um dieselbe macht sich demnach auch der Bonner Politikerfotograf Konrad Müller, der mit seinen Italienischkenntnissen glänzt und den Schröders deshalb mit auf die Tour genommen haben sollen. Ob die Kanzlerfamilie diesen Sommer erneut nach Positano aufbricht steht noch nicht fest. Zwei kleine Mädchen allerdings werden schon jetzt dafür sein.

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