• Dieter Nuhr zum Islam: "Sie können alles über Christus sagen, aber nicht über Mohammed"

Dieter Nuhr zum Islam : "Sie können alles über Christus sagen, aber nicht über Mohammed"

In einem Interview schaltet sich Dieter Nuhr erneut in die Debatte um Islamkritik ein. "Über jede andere Religion kann man ja reden, nur über den Islam nicht", sagt der Comedian.

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Lässt sich nicht unterkriegen: Dieter Nuhr, Kabarettist.
Lässt sich nicht unterkriegen: Dieter Nuhr, Kabarettist, steht zu seiner Islamkritik.Foto: dpa

Wieder hat der Kabarettist und Comedian Dieter Nuhr den Islam in einem Interview zum Thema gemacht. "Über jede andere Religion kann man ja reden, nur über den Islam nicht, weil es zu konkreter körperlicher Gewalt führt. Sie können alles über Christus sagen, aber nicht über Mohammed", sagte der 54-Jährige gegenüber dem Onlineportal "Planet Interview".

Ihn störe es und er finde es lächerlich, wenn ein Salafist meint, man dürfe über ihn und sein Verhalten keine Witze machen, weil er einem bestimmten religiösen Glauben anhängt. Nuhr plädiert für Toleranz, auch gegenüber Satirikern. Der Grund, warum der Entertainer und seit vielen Jahren erfolgreiche Jacob-Grimm-Preisträger den Koran auf der Bühne häufig zum Thema mache, sei, dass es das einzige Thema wäre, worüber man in Deutschland und in der zivilisierten Welt nicht frei sprechen könne.

Auch aus dem Terror der islamistischen Terrormiliz IS könne er etwas Komisches herausholen: "Diese völlige Unzivilisation, die Rückkehr zur kompletten Barbarei, die sich paart mit Salafisten in Deutschland, die das prima finden und diese Gewalt unter Ausnutzung unserer Freiheit verteidigen – das ist ein Thema, weil es natürlich lustig ist, weil es absurd ist. Daraus entsteht auch Komik."

Unter dem Vorwurf der „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“ hatte der Osnabrücker Muslim Erhat Toka im Oktober Anzeige gegen Nuhr erstattet. Das Ermittlungsverfahren gegen Nuhr wurde eingestellt, die Staatsanwaltschaft wertete die Kunstfreiheit höher als den Schutz von Religionsgemeinschaften.

Nuhr sagte im Gespräch mit "Planet Interview", er habe die Anzeige ohnehin nicht ernst genommen: "Das war ja totaler Humbug. Ich habe von behördlicher Seite aus nicht mal eine Mitteilung darüber bekommen. Ich weiß davon nur aus der Zeitung".

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