Diren D. : Erschossener Schüler wird in Türkei beigesetzt

Nach einer bewegenden Trauerfeier in Hamburg soll der in den USA erschossene Diren D. im türkischen Bodrum beigesetzt werden. Der 17-Jährige hatte die Gegend dort besonders gerne, sagt seine Familie.

Trauerfeier für Diren D. in Hamburg.
Trauerfeier für Diren D. in Hamburg.Foto: dpa

Nach einer Trauerfeier in Hamburg soll der in den USA erschossene Gastschüler Diren an diesem Montag in der Türkei beigesetzt werden. Der Sarg ist bereits eingetroffen. Der 17-Jährige soll in Bodrum im Südwesten des Landes seine letzte Ruhe finden. Der Vater Direns hatte der Nachrichtenagentur dpa gesagt, dass die Familie dort ein Haus habe und Diren die Gegend geliebt habe. „Der Friedhof ist nicht weit vom Haus.“ Am Samstag hatte der Vater den Leichnam Direns aus den USA nach Deutschland gebracht. In der Hansestadt hatten Hunderte Menschen am Sonntag Abschied von dem Jugendlichen genommen.

Eine Woche nach dem Tod des Hamburger Gastschülers in den USA gedachten Freunde und Verwandte bei einer großen Trauerfeier des 17-Jährigen. Mehr als 500 Menschen versammelten sich vor einer Moschee im Stadtteil Altona um den Sarg.

In dem Park an der Moschee stand ein rotes Plakat mit einem Bild des türkischstämmigen Jugendlichen aus Hamburg, davor ein Tisch mit der deutschen und der türkischen Fahne. Darauf war der Sarg aufgebahrt.
Ein Freund der Familie erinnerte an das Leben des fußballbegeisterten jungen Mannes und überbrachte Beileidsbekundungen des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz und vom US-Konsulat in der Hansestadt.

Todesschütze hatte eine Falle in seiner Garage aufgebaut

Der 17-Jährige war im amerikanischen Missoula im Bundesstaat Montana in der Garage eines Fremden erschossen worden. Der Hausbewohner hatte in der Garage eine Falle für mögliche Einbrecher aufgebaut. Was der Hamburger Teenager in der Garage suchte, ist nach wie vor nicht bekannt. Der Schütze, ein 29-jähriger Mann, ist wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt. Er ist aber gegen eine Kaution von 30 000 Dollar (22 000 Euro) auf freiem Fuß. (AFP/dpa)


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