"Discovery" : Vierter Ausstieg erfolgreich

Zwei Astronauten der "Discovery" haben in der Nacht einen zusätzlichen Ausstieg absolviert. Dabei gelang es ihnen, ein altes Sonnensegel zusammenzufalten.

Berlin/Houston - Zuvor waren mehrere Versuche gescheitert, die Solaranlage ferngesteuert einzufahren. Bei ihrer Arbeit hätten die "Discovery"-Astronauten Robert Curbeam und Christer Fuglesang verschiedene Techniken angewandt. So hätten sie an den Spannseilen gezogen, die Unterlegscheiben zu lockern versucht oder Scharniere der einzelnen Solarelemente gangbar gemacht. Dabei hätten die Astronauten auch wichtige Informationen für das Zusammenfalten des zweiten Flügels des Sonnensegels gewonnen, wenn im März die nächste Shuttle-Mission stattfindet.

Curbeam hat bei dem Ausstieg, der gut sechseinhalb Stunden dauerte und um 2.38 Uhr beendet war, zugleich einen neuen Rekord aufgestellt. Als erster Raumfahrer war er bei einer einzigen Mission gleich viermal hintereinander im freien Raum. Für den Schweden Fuglesang war es der dritte Ausstieg. Beide Männer und ihre Kollegin Sunita Williams hatten zuvor schon ein zwei Tonnen schweres Bauteil montiert und die beiden Sonnenbatterien der ISS neu verkabelt.

Wegen des zusätzlichen Ausstiegs musste die Rückkehr der Raumfähre nach Cape Canaveral (Bundesstaat Florida) um einen Tag auf Freitagabend verschoben werden. Mit an Bord ist dann auch der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter, der seit Juli in der Station gearbeitet hat. Für ihn übernimmt Sunita Williams bis zum Frühjahr die Aufgaben des zweiten Bordingenieurs der Stammbesatzung mit ihrem Landsmann Michael Lopez-Alegria und dem Russen Michail Tjurin.

Die "Discovery" soll am Dienstagabend um 23.09 Uhr von der ISS abkoppeln und den Heimweg antreten. (tso/AFP)

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