Dr.-Sommer-Studie 2009 : Wie steht´s um die Jugend?

Sie wollen wissen wie es die heutige Jugend mit der Sexualität hält? Oder mit dem Alkoholkonsum? Ob sie mit dem eigenen Körper zufrieden ist? Dann fragen sie Dr. Sommer! Oder lesen sie weiter.

Nach eigenen Angaben zeigt die Studie "den aktuellen Ist-Zustand zu Fragen der körperlichen Reife, zur Zufriedenheit mit Körper und Aussehen, zu Einstellungen bei Liebe und Partnerschaft, zum Wissensstand bei Aufklärung und Verhütung, zur Bereitschaft für Intimität und sexueller Aktivität." Außerdem wurden erstmals die Themenbereiche Alkoholkonsum und Nutzung von Pornografie bei Jugendlichen abgebildet.

Die wichtigsten Ergebnisse und relevante Veränderungen im Vergleich zur Studie 2006 im Überblick:

Körperliche Wahrnehmung

Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper ist gesunken. Besonders Mädchen sind unzufrieden mit dem eigenen Aussehen, ihrem Körper und ihrem Gewicht.Während 2006 66 % der Mädchen mit ihrem Aussehen zufrieden waren, sind es 2009 nur 56 %. Die subjektive Wahrnehmung von Gewicht und Figur beeinflussen ihr Wohlbefinden massiv. Lediglich 54 % der Mädchen geben an, mit ihrem Gewicht zufrieden zu sein (2006: 69 %). Jungen fühlen sich prozentual mit ihrem Äußeren wohler: Die Zahl der zufriedenen Jungen ist mit 69 % gleichbleibend hoch. Bei der Bewertung des eigenen Gewichts zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Mädchen: 74 % zufriedene Jungen in 2009, 2006 waren es 83 %. Die Bewertung von Gewicht und Figur und der Wunsch, schlanker zu sein, haben eine zentrale Bedeutung. 34 % aller befragten Mädchen und 10 % der Jungen haben mindestens eine Diät gemacht.

Verhütung

Die große Mehrheit – 73 % der sexuell aktiven Jugendlichen – verhütet regelmäßig. Doch die Zahl derer, die mehr oder weniger regelmäßig auf Verhütungsmittel verzichten, ist von 14 % im Jahr 2006 auf 28 % in 2009 gestiegen. 3 % der Jugendlichen verhütet gar nicht. 45 % der sexuell aktiven Mädchen und 37 % der Jungen kennen die Sorge, nach Verhütungspannen oder ungeschütztem Sex ungewollt schwanger zu sein. Deshalb haben 23 % der Mädchen schon mal einen Schwangerschaftstest gemacht und 11 % haben sich das Notfallpräparat „Pille danach“ verschreiben lassen.

Pornografie

Von einer oft zitierten „Generation Porno“ kann nicht die Rede sein: 1 % der Mädchen und 8 % der Jungen schauen regelmäßig Pornografie. 35 % der Jungen geben zu, „hin und wieder“ zu konsumieren. Dennoch: 57 % aller befragten Mädchen und 67 % der Jungen hatten schon Kontakt mit pornografischen Bildern oder Filmen. Der Konsum nimmt bei den 13-Jährigen deutlich zu: 35 % der 11- bis 12-Jährigen im Vergleich zu 74 % der 13- bis 17-Jährigen. 38 % der Jugendlichen surfen aktiv entsprechende Seiten im Internet an, 18 % haben pornografische Bilder auf dem Handy gesehen. Die Hälfte der Jugendlichen konsumiert Pornografie mit Freunden, nur 33 % schauen allein.

Alkoholkonsum

Die Ergebnisse der BRAVO-Studie sind bedenklich. Jugendliche kommen früh mit Alkohol in Berührung: Schon 28 % der 11- und 12-Jährigen haben alkoholische Getränke probiert. 7 % der gleichen Altersgruppe waren schon einmal betrunken. Knapp jeder zweite 14-Jährige hatte bereit einen Rausch. Trinken bis zum Kontrollverlust ist keine Ausnahme: 36 % der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und 5 % der 11- bis 13-Jährigen hatten schon einen Blackout. Alkohol wird beim ersten Mal hauptsächlich gemeinsam mit Freunden getrunken, ein Drittel aller Jugendlichen probiert ihn im Familienkreis.


Wie es früher war

Früher war natürlich alles besser – und aus Holz. (cl/BRAVO)


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